Die Sneak-Preview-Seite

Die Welt ist nicht genug
© Dezember 1999 Thompson

The World is not enough Originaltitel: The World is not enough

As the countdown begins for the new millienum there is still one number you can always count on.

Director: Michael Apted
Pierce Brosnan, Robert Carlyle, Sophie Marceau, Denise Richards

Runtime: 127 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
UK / USA 1999
James Bond hat nun sein 19. Abenteuer erreicht.

Viel hat sich im Vergleich zu den vorherigen Abenteuern nicht geändert. Pierce Brosnan ist immer noch Bond, Q wird immer noch vom mittlerweile leider verstorbenen Desmond Llewelyn gespielt und wieder gibt es einen Bösewicht (Robert Carlyle als Renard), der James Bond ans Leder will. Und wie jedes Bond-Abenteuer beginnt auch dieses mit einem Feuerwerk an Effekten und Verfolgungsjagden.

Eigentlich soll James Bond ja ein Auge auf die schöne Ölbaronin Elektra King (Sophie Marceau) haben, nach dem der englische Geheimdienst es schon nicht geschafft hat, ihren Vater zu beschützen. Aber nach und nach dämmert es James, dass die Weste der schönen Elektra nicht ganz blütenweiss zu sein scheint.

Im Vergleich zu den anderen Bond-Filmen hat sich zwar nicht viel geändert, aber doch genug, dass es auch auffällt. So schein uns James Bond zum ersten Mal nicht ganz so überirdisch, da er aus der Verfolgungsjagd ganz am Anfang bis zum Ende des Films eine Schulterzerrung mit sich herumschleppt. Ansonsten ist die Leistung von Pierce Brosnan wieder tadellos und man kann nichts dagegen sagen. Auch seine Kommentare wirken nicht mehr so abgehoben, sondern sind viel eher schon auf der bitteren, der bösen Seite zu finden.

Dasselbe gilt eigentlich auch für die Leistung von Robert Carlyle, wobei dieser allerdings eine undankbare Rolle hat. Weniger aus dem Grund, dass er den Bösewicht spielt, sondern vielmehr aufgrund dessen, was die Drehbuchautoren mit der Rolle gemacht haben: Denn es ist ja schön und gut, dass er keinen Schmerz verspürt, aber dass sich dann alles, was man dazu sieht in 2 Szenen zusammenfassen lässt (einmal greift er in glühend heisses Lavagestein und ein zweites Mal durchschlägt er ein Kästchen). Dass man von dem Moment an, an dem man keinen Schmerz mehr fühlt auch unverwundbar wird, das müssen mir die Drehbuchautorn noch erklären.

Aber Carlyle hat Gesellschaft bekommen, denn in diesem Film gibt es nicht nur einen, sondern zwei Bösewichte, auch wenn es anfangs gar nicht so aussieht. Denn im Laufe des Films stellt sich heraus, daß Elektra King nicht auf der Seite Bonds ist, sondern auf der von Renard. Aber Sophie Marceau spielt ihre Rolle ausgezeichnet.

Auch ohne Elektra King bleibt Bond aber, wie es sich für einen echten Bond eben gehört, nicht lange frauenlos und so steht im für die zweite Hälfte des Filmes auch die schöne Denise Richards als Atomphysikerin Dr. Christmas Jones zur Seite, auch wenn man phasenweise glauben könnte, es eher mit Lara Croft aus Tomb Raider zu tun zu haben.

Erfrischend sind auch noch die Kurzauftritte von Q und dessen potentiellem Nachfolger R (John Cleese).

Wer sich diesen Film ansieht, erhält genau das, was er sich erwartet, nämlich einen soliden und guten Bond-Film mit einem etwas enttäuschenden Ende. - Nein James Bond besiegt die Bösewichte und überlebt schon, aber die Art, wie das geschieht, läßt vermuten, dass den Drehbuchautoren zum Schluß die Ideen ausgingen.