![]() Star Wars Episode 1: Die dunkle Bedrohung
© Mai 1999 Mario Krismer
Da der Movie gemäß Spielberg zu 95% digital überarbeitet worden ist fühlte ich mich sicher und geborgen in den Händen meiner Freunde, die jeden Trick dieser Branche kannten.
Nach den Eingangsworten In a far Galaxy a long long time ago... brach das Kino in Begeistungsrufe aus. Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Auch wenn ich versuchte keine zu hohen Erwartungen an die erste Folge dieser Franchisefilme zu stellen, um später nicht enttäuscht zu werden, ließ sich ein gewisses Gefühl der Vorfreude nicht unterdrücken. Der Beginn war ein Star-Wars-typischer Shot aus dem Weltall mit einem folgenden Schwenk auf ein Raumschiff. Soweit also weder Überraschungen noch Neuerungen. Diese Gefühl des deja-vu sollte sich während des Films noch einige weitere Male einstellen. Wie dem auch sei, die Handlung (kurz beschrieben durch Star Wars-typischen, gelbfarbigen Scrolltext) schien etwas "erwachsener" als die der alten Episoden, was sich in den folgenden ca. 120 min bestätigen sollte. Mit anderen Worten es wird extrem viel mehr gequatscht. Ich will mich hier aber nicht allzu sehr in Details verlieren. Meiner Ansicht nach ist dieser Film Entertainment pur, die Graphic-effects wirken mit der Zeit ermüdend (zu gut und zu viel auf einmal) und sind manchmal eher ablenkend als unterstützend. Irgendwie erinnerte mich dieser ganze Film an ein nettes PC-RPG (role playing game). Speziell die an Zeiten eines Ben Hur erinnernden Rennszenen mit dem jungen Annakin dürften wohl nicht ganz ohne Hintergedanken so spektakulär in den Vordergund gesetzt worden sein (auch wenn diese mir gut gefielen). Da ich ja kein Sch.... bin werde ich euch das Schicksal von dem nicht oft zu sehenden Darth Maul nicht verraten, aber soviel sei gesagt, die Endszene erinnerte mich verdammt an das Ende der Episode VI. Generell hatte ich auch den Eindruck, daß viele Seher eher enttäuscht vom Film waren. Zu seiner Verteidigung muss ich jedoch anmerken, daß dieser eine Film gleich gegen die Erinnerungen (z.b. an Charactere) aus drei Episoden anzukämpfen hat. Es ist ganz klar, dass die Charaktere von Phantom Menace sich (noch) nicht so klar und ausgereift in unserem Gedächtniss manifestieren. Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis, den ich von einem meiner Freunde bekam: Die Szene, in der der junge Annakin Skywalker, die Jediritter und der Tolpatsch Jar Jar Bings vor einem Sandsturm in Annakins Wohnung flüchten, zeigt für einen Augenblick einen etwas über dem Boden schwebenden Jar Jar Bings. Anscheinend sollen solche Fehler aus Mangel an Kontrollzeit vorkommen (siehe Titanic, dort gibt es angeblich eine Szene in der ein Besatzungsmitglied gleich 25 Füße in der Luft herumspaziert).
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