![]() Ungeküßt
© November 1999 Aleks
Unscheinbar und unattraktiv. Das ist Josie Geller (Drew Barrymore). Angestellt bei irgendeiner Zeitung (spielt im Film keine Rolle) , arbeitet sie dort als Copy Editor. Ihr Sekretär ignoriert sie, die Freundin kommt zu ihr, um über ihre neuesten Affären zu sprechen, dem Abteilungsleiter hat sie das Häckeln beigebracht und ihr Boss kennt sie überhaupt nicht. Somit trifft es sie doch eher unerwartet, als sie bei einer Redaktionssitzung mit einer Story beauftragt wird. Ihrer ersten wohlgemerkt. Arbeitstitel ist: Ein Semester in der Highschool, und natürlich wird Josie dort undercover arbeiten. Ein Traum geht in Erfüllung, vorerst zumindest, denn endlich kann sie allen beweisen, daß sie doch das Zeug zur "richtigen" Journalistin hat.
Vergessen hat sie allerdings, daß man ihr auf der Highschool oft übel mitgespielt hat (aufgrund ihres Aussehens), und somit wird das Ziel ein anderes: Endlich einmal angesehen und "in" zu sein. Am Anfang geht alles schief was nur schiefgehen kann. Erst ihr Bruder Rob (David Arquette), der sich kurzerhand ebenfalls nocheinmal einschult (Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten), verschafft ihr den Sprung in die "Oberliga". Aus dem häßlichen Entlein wird ein Schwan und was sonst noch folgt, schaut Euch selber an.... ich will mich nicht mehr so genau daran erinnern. Der Film ist ein typischer, schon eintausendmal gesehener amerikanischer Highschool-Film. Das kleine Detailchen, das verändert wurde, ist, daß hier eben eine 24 jährige versucht etwas nachzuholen, was sie damals nicht geschafft hat oder gegönnt war. Soziale Anerkennung scheint wirklich wichtig zu sein in Amerika, egal bei wem man anerkannt sein will. Im Film z.B. war es einmal mit den "coolsten" Mädels der Schule zu reden, schaun ja ganz nett aus, aber den IQ sieht man hüpfen , wenn die drei laufen. Wenn das das Ziel sein soll, na dann bitte. Achja, der Film. Nun, nachdem in allen Schnulzklischees und Schmalztöpfen (was heißt hier Töpfe - Bottiche!) kräftig rumgerührt wurde, steuert alles auf ein "herz"- (für die Protagonisten) "schmerzliches" (für den Zuschauer) Happy End zu, das in einer kollektiven Küsserei endet. (soviel zu "Never been kissed") Wer von amerikanischen Schulfilmen einfach nicht genug kriegen kann: Bitte! Schaut`s Euch den Film an. Er wird Euch gefallen. Der Rest soll den Film meiden. UM JEDEN PREIS. (kauft Euch was zu essen oder steht auf einem Bein, das macht zumindest Sinn).
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