![]() Verhandlungssache
© 1999 Thompson
Danny Roman (Samuel L. Jackson) ist der erfolgreichste Unterhändler seines Departments. Wann immer eine Geiselnahme erfolgt, wird er dazugeholt, um den Geiselnehmer davon zu überzeugen, die Geisel freizulassen.
Nach einem besonders gefährlichen Einsatz erfährt er von einem Kollegen, daß dieser vermutet, manche der Mitarbeiter würden Rentengelder unterschlagen. Allerdings wird der Informant umgebracht, noch bevor er weitere Details erzählen kann. Und der Mord wird so gedeichselt, daß die gesamte Schuld auf Roman fällt. Was nun folgt, ist doch etwas unwahrscheinlich, denn mit einem Schlag ist das gesamte Department von Romans Schuld überzeugt und die einzige Person, die noch zu ihm hält, ist seine Ehefrau Karen (Regina Taylor). Roman sieht nur einen Weg, seinen Namen wieder reinzuwaschen: er muß sich selber auf die Suche nach dem Schuldigen finden. Aber wie soll er das anstellen, wenn ihn die gesamte Polizei Chicagos jagt? Also versucht er, sich Zeit zu kaufen, indem er Mitglieder seines Departments als Geiseln nimmt und nach Chris Sabian (Kevin Spacey) als Unterhändler fragt. Was dann folgt, kann fast schon als Lehrstunde in Sachen Geiselbefreiung angesehen werden, denn sowohl Roman als auch Sabian nutzen ihr Wissen, um auch dem Zuschauer beizubringen, was ein Unterhändler tun darf und was er besser lassen sollte und durch die dadurch vorkommenden aufheiternden Szenen wird die ganze Anspannung etwas aufgelockert. Samuel L. Jackson und Kevin Spacey passen auch ausgezeichnet zusammen auf die Leinwand. Beide spielen großartig, aber während Samuel L. Jackson sehr laut und extrovertiert ist, ist Kevin Spacey eher der ruhige Typ, von dem man nicht viel weiß. Hier habe wir ein gutes Beispiel eines Actionfilms made in Hollywood, denn obwohl der Film ein Ende hat, das der Zuseher schon vor vornherein erraten kann (Roman kann seine Unschuld beweisen), so sind doch zumindest die Schuldigen bis fast ganz zum Schluß unklar. Und diese Unklarheit hält den Kinobesucher gebannt in den Kinosesseln, währen sich das Geschehen mehr und mehr entwirrt.
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