![]() Mystery, Alaska
© Oktober 1999 Aleks
Mitten in Alaskas Einöde befindet sich das idyllisch und tief verschneite Dörfchen Mystery. Dort leben Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben, die sich alle untereinander kennen und die alle eine große Liebe vereint: Nämlich das Eishockey. Jeden Samstag gibt es unter großer Anteilnahme der hiesigen Bevölkerung ein Spiel am hiesigen Ortsteich, auf dem dann (unter leicht veränderten Regeln) gegeneinander angetreten wird. Höchstes Ziel eines jeden Dorfteenagers ist es selbstverständlich in dieses Team zu kommen und dann natürlich möglichst lange dort zu verbleiben.
Eines Tages jedoch kommt Charles Danner (gespielt von Hank Azaria), ehemaliger Dörfler und jetzt ist bei Sports Illustrated) zurück in sein Dorf und verkündet den Einheimischen, daß die New York Rangers hierher kommen werden, um gegen die Mystery-Auswahl anzutreten. Alles landesweit im Fernsehen. Sheriff John Diebe (gespielt von Russel Crowe), ehemaliger Spieler beim Samstagsspiel, und später auch Richter Walther Burns (gespielt von Burt Reynolds) bringen die Mannschaft für dieses Ereignis in Form. Und das restliche Dorf ist völlig aus dem Häuschen. Was nun folgt hat man schon in Hunderten von anderen Hollywood-Filmen gesehen. Ein auf und ab von Gefühlen, Liebe, Witz, Situationskomik und tragische Szenen. Alles gespielt wie nach einer Checkliste, die der Reihe nach abgehackt wird. Den Schauspielern, insbesondere Burt Reynolds, wirklich gut als Richter Burns, Colm Meaney (als Bürgermeister Pitcher) und Russel Crowe (als Sheriff) kann man keinen Vorwurf machen. Aber nicht nur sie, auch das ganze restliche Ensemble spielt gut und überzeugend. Doch leider verliert sich der Film mit fortlaufender Dauer in ausgetretenen amerikanischen Idealen, in schnulzigen und dramatischen Szenen. Der Humor kommt zwar an sich nicht zu kurz, aber oft gefriert einem ebendieses angesichts prolongierter amerikanischer Hingabe zum Sport, die uns Europäern wahrlich für immer verschlossen bleiben wird. Wäre ich nicht ein so großer Eishockey-Fan, bei den New-York-Ranger hat man übrigens krampfhaft versucht nie gleichzeitig den Spielernamen und die Rückennummer einzufangen, dann wäre ich wahrscheinlich aus dem Kino gegangen. Im Endeffekt nichts weiter als eine unterdurchschnittliche Sportkomödie mit jetzt schon klarem Ende. Ja, Ihr habt es erraten. Mystery ......... das Spiel. :)
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