![]() Go
© Dezember 1999 Thompson
Wir stehen kurz vor Weihnachten in LA. Die an der Supermarktkasse arbeitende Ronna (Sarah Polley)hat Probleme, ihre Miete zu bezahlen und als ihr ein Drogendeal angeboten wird, sieht sie darin einen Ausweg aus ihren Finanznöten.
Simon (Desmond Askew), der den Drogendeal eigentlich hätte durchführen sollen, ist inzwischen für ein Wochenende nach Las Vegas gefahren und stellt dort fest, daß in einer fremden Stadt das Leben nicht gerade ungefährlich ist. Ronna geht also zu Simons Dealer, um die nötigen Ecstasy-Tabletten zu kaufen. Allerdings kosten sie mehr als geplant und auch der Verkauf geht nicht ganz so reibungslos vonstatten, wie sie das ursprünglich angenommen hat. Aber mit einigen Umwegen kommt sie schließlich doch noch zu ihrem Geld und zumindest das Appartment scheint gerettet. Go ist episodenartig aufgebaut, so wie es auch schon Pulp Fiction war. Nur im Unterschied dazu, ist die Reihenfolgen nicht durcheinandergebracht, sondern wir erleben ein- und daselbe Wochenende aus der den Augen von 3 unterschiedlichen Leuten, nämlich Ronna, Simon sowie dem Schauspielerpaar Adam (Scott Wolf) und Zack (Jay Mohr). Nichts an diesem Film ist für den Besucher neu, weder die Handlung (Drogenverkauf und -handel wie in Pulp Fiction), noch die Szenen in Las Vegas, die stark an Very Bad Things erinnern, noch der episodenartige Aufbau, der allerdings positiv zu vermerken ist. Was dem Film allerdings speziell macht, ist die Musik und der Schnitt. Der ganze Film, wie die Musik, schnell und passend zum Thema Rave. Auch manche Kameraeinstellungen sowie Bilder (vor allem die im Club) passen dazu. Die jungen, und bis auf Katie Holmes unbekannten Schauspieler spielen allerdings wirklich gut und geben keinen Anlass zur Kritik, wobei in meinen Augen Desmond Askew, der den Engländer Simon spielt, die wirkliche Entdeckung in diesem Film ist. Er spielt den coolen englischen Lebemann ausgezeichnet und auch sein leichter englischer Akzent machst sich ausgezeichnet. Alles in allem kann der Film von mir empfohlen werden. Nur wenn man die schnelle Musik nicht ausstehen kann, sollte man lieber daheim bleiben, denn diese zieht sich quer durch den ganzen Film.
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