Die Sneak-Preview-Seite

Gnadenlos schön
© November 1999 Aleks

Drop Dead Gorgeous Originaltitel: Drop Dead Gorgeous

The Battle between the Good and the Bad is bound to get ugly.

Director: Michael Patrick Jann
Kirsten Dunst, Ellen Barkin, Denise Richards, Kirstie Alley

Runtime: 97 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 1999
Minnesota, Mount Rose. Die ganze Stadt bereitet sich auf die Wahl zur Schönheitskönigin vor. Dieses Ereignis ist so wichtig, daß man ein Kamerateam dorthin schickt, um darüber eine Dokumentation zu drehen. Gleich nach dem Vorspann stehen wir auch schon hinter der Kamera und können die Teilnehmer, Veranstalter und Jurymitglieder kennenlernen. Da wäre zuerst einmal Amber Atkins (Kirsten Dunst), eine natürliche Schönheit, arbeitet im Leichenschauhaus (zum Schminken der dort liegenden) und steppt für ihr Leben gerne. Dann lernen wir noch Becky Leeman kennen (Denise Richards), Vorsitzende des Schießvereins (mir fällt keine bessere Übersetzung ein), strenggläubig und zufälligerweise Tochter von Gladys Leeman (Kirstie Alley), Veranstalterin und ehemalige Schönheitskönigin. Natürlich gibt es auch noch andere Teilnehmerinnen, aber die sind hier nicht SO wichtig.

Das "hinter der Kamera" ist wörtlich zu nehmen, denn alles wurde aus der Sicht des Doku-Kameramannes gedreht, was wackelige Kamerafahrten und teilweise etwas unschärfe zur Folge hat.

Zuallererst muß ich gestehen,, daß ich mir nach den ersten 10 Minuten gedacht habe: "Meine Güte was wird das nur wieder für eine ... ." Aber halt! Ich habe mich geirrt. Der Film entwickelt sich zum Besten Film seit langem. Wirklich toll ist die Interaktion der Schauspieler mit der Kamera, toll sind die Schauspieler: Ellen Barkin (Anette Atkins), Tara Redepenning (Molly Howard), na... alle sind brilliant.

Der Film strotzt vor schwarzem Humor und macht vor nur wenigen Tabus halt. Der amerikanische Traum, einmal Schönheitskönigin zu sein und im Rampenlicht zu stehen wird gnadenlos zerlegt. Auch makabere Szenen gibt es zu Hauf (Beispiel Ellen Barkin, die den halben Film über mit einem verkohlten Arm inklusive angeschmorter Bierdose zu sehen ist) Das Tüpfelchen auf dem i sind noch die hin und wieder erscheinenden Einblendungen.

Also ich darf somit folgendes Urteil verkünden: Für mich die Überraschung des Jahres. Wer nicht geht ist selber schuld und verdient es nicht ins Kino zu gehen.