![]() Deep Blue Sea
© Oktober 1999 Thompson
Eine Gruppe von Wissenschaftlern experimentiert auf einer verlassenen Marinestation mitten im Meer vor Mexiko mit Haifischen, um ein Mittel gegen Alzheimer zu finden. Dabei wird das Gehirn der Tiere genetisch vergrößert, um auf diese Art genügend Proteine für das Gegenmittel zu erhalten. Der Nebeneffekt ist allerdings der, daß die Tiere gleichzeitig auch intelligenter werden.
Als nun eines Tages der Geldgeber Russell Franklin (Samuel L. Jackson) die Marinestation besucht, geschieht das Unglaubliche: mitten in einem Sturm versuchen die Tiere alles, um ihre Peiniger zu töten und freizukommen. Schon die Anfangsszene bereitet den Kinobesucher darauf vor, was ihn in den nächsten 100 Minuten so erwartet: wenig Worte und dafür umso mehr Spannung und Action. Damit muß man sich auch abfinden, wenn man diesen Film besucht, denn die Dialoge sind nicht das Herausragende in diesem Film. Samuel L. Jackson spielt diemal überhaupt nicht herausragend und eigentlich sogar um einiges schlechter als er zu spielen versteht und während Thomas Jane und Saffron Burrows weder über noch unter den Erwartungen bleiben, frischt LL Cool J's Auftritt immer wieder ein wenig auf. Zum Teil kann der Film auch mit recht gelungenen Computergraphiken aufwarten, manche sind allerdings etwas zu offensichtlich: so erscheint zum Beispiel die Marinestation in einer Einstellung als zu offensichtlich auf das Wasser aufgesetzt. Es gibt wenige Momente in diesem Film, in denen sich der Kinobesucher ruhig zurücklehnen kann. Die meiste Zeit sitzt man gebannt im Sessel und wartet darauf, was wohl als nächstes passieren wird. Dabei sind manche groben Handlungsstränge voraussehbar (so wie die doch etwas pathetische Schlußszene), während einige wenige doch überraschend kommen. Wer bereit ist, eine seichte sehr Handlung und dafür im Gegenzug viel Action auf sich zu nehmen, der soll sich diesen Film im Kino anschauen. Mitzubringen sind dabei starke Nerven, daheimzulassen ist der Verstand.
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