![]() The Astronaut's Wife
© Oktober 1999 Thompson
Der seit kurzem verheiratete Spencer Armacost (Johnny Depp) ist Astronaut bei der NASA. Als bei einem Außeneinsatz für 2 Minuten der Kontakt zu Spencer und seinem Partner Alex (Nick Cassavetes) abreißt, wird von allen das Schlimmste befürchtet. Aber alles scheint sich zum Guten zu wenden, als das Shuttle mit beiden Astronauten an Bord notlanden kann. Auch eine medizinische Untersuchung bestätigt die Gesundheit der beiden. Dennoch erliegt Alex kurz darauf einem Herzinfarkt und bei der Trauerfeier begeht seine Frau Selbstmord.
Jillian Armacost (Charlize Theron) ist zunächst glücklich darüber, ihren Mann wieder gesund auf der Erde zu wissen. Doch nach und nach muß sie feststellen, daß sich Spencer durch den Unfall verändert hat. Nicht viel, aber genug, damit es ihr auffällt. Wie der Titel schon verrät, ist Charlize Theron (bekannt aus der Hauptrolle in Mighty Joe Young) die zentrale Figur in diesem Film und sie ist es auch, die den Film zusammenhält und die Spannung auf die Leinwand bringt, die den Zuschauer während der 109 Minuten des Filmes kaum losläßt. An ihr hängt der ganze Film. Und der Zuschauer folgt ihr fast auf Schritt und Tritt und zittert mit ihr mit. Gleichzeitig stimmt auch das Zusammenspiel zwischen ihr und Johnny Depp. Dieser spielt den texanischen, etwas abgehobenen Astronauten ausgezeichnet. Was aber an diesem Film ganz speziell und außergewöhnlich ist, das ist die Kameraführung. Selten hat es in der letzten Zeit einen Film im Kino gegeben, der bessere Kameraeinstellungen bieten konnte. Dabei fällt es gar nicht auf, daß dieser Film das Regiedebüt von Rand Ravich ist. Immer wieder wird der Zuschauer mit einer Kamerafahrt überrascht, die ihn für die räumlichen und zeitlichen Sprünge im Film mehr als entschädigt. Ohne großes Aufsehen bringt allein die Kameraeinstellung oft schon viel Spannung ins Bild. Einzig und allein der Schluß kommt etwas überraschend und zu trivial. Nach all dem, was vorher passiert, erwartet man sich dort einfach etwas Größeres. Alles in allem ein Film, der keine großen Actionsequenzen braucht, um den Zuseher ständig unter Spannung stehen zu lassen. Sehr sehenswert.
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