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Die Geheimnisse der Spiderwicks
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Originaltitel: The Spiderwick Chronicles
Their World is closer than you think
Director: Mark Waters
Freddie Highmore, Mary-Louise Parker, Nick Nolte, Joan Plowright, David Strathairn
Runtime: 107 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2008

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Der englische Originaltitel The Spiderwick Chronicles erinnert stark an The Chronicles of Narnia und lässt als solcher ein weiteres, vielteiliges Fantasy-Epos erwarten. Es scheint jedoch, als ob Hollywood es diesmal verpassen würde, ein schon in Buchform mehrteiliges Werk entsprechend auszuschlachten. Die Handlung des Films Die Geheimnisse der Spiderwicks fasst nämlich die Haupthandlung aller 5 Bücher zusammen. Während sich in Die Chroniken von Narnia ein knapp 200 Seiten starkes, bebildertes Kinderbuch mit wenig Handlung zu einem Film von über 140 Minuten Länge erstreckte, wird hier das genaue Gegenteil praktiziert: etwa 500 Seiten Handlung (ebenfalls bebildert) werden auf eine Filmlänge von 107 Minuten gestrafft. Das hat zur Folge, dass fast den gesamten Film hindurch die Spannung erhalten bleiben kann und der Film auch kaum Längen aufweist.

Die Geheimnisse der Spiderwicks zeigen uns gleich zu Beginn den schon lange verschollenen Arthur Spiderwick (David Strathairn), wie der eine geheimnisvolle, von Wichten, Feen und Gnomen bevölkerte Welt erforscht. 80 Jahre später zieht die frisch geschiedene Helen Grace (Mary-Louise Parker) mit ihren drei Kindern – den Zwillingen Jared und Simon, gespielt von Freddie Highmore, sowie deren älterer Schwester Mallory (Sarah Bolger) – in das Haus ihres Urgrossonkels ein. Die Kinder sind anfangs vom gruseligen Anwesen wenig begeistert. Das ändert sich erst, als sie zufällig in einem versteckten Raum ein versiegeltes Buch mit den Erkenntnissen ihres Urgrossonkels finden. Dass noch einmal ausdrücklich davor gewarnt wird, das Siegel des Buches zu brechen, kann Jared nicht davon abhalten, genau das zu tun. Dass er damit eine seit Jahren wartende Meute an bösen Wesen wieder auf die Spur des Buches bringt, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Bald muss die Familie Grace jedoch alles daran setzen, das Buch vor den Angriffen des bösen Mulgarath (Nick Nolte) zu beschützen, der es mit Hilfe der im Buch enthaltenen Informationen schaffen würde, das Feenreich komplett an sich zu reissen …

Die vielen Animationen sind die geheimen Stars dieses Films. Es fällt auf, dass sie durch die Bank gut gemacht sind. Immer wieder war es in der Vergangenheit so, dass große Blockbuster-Filme (z.B. Der Herr der Ringe) phasenweise zwar sehr gute Animationen hatten, diese aber immer wieder durch übelste Patzer unterbrochen waren. Bei Die Geheimnisse der Spiderwicks ist das nicht so: es gibt zwar sicher Filme, deren Effekte und Animationen besser sind, aber kaum einer hat es bisher geschafft, die ganze Länge des Films ohne grobe Patzer zu überstehen.

Der Leistung der Animateure zumindest ebenbürtig sind auch die beiden Kinderdarsteller Freddie Highmore und Sarah Bolger. Vor allem Freddie kann in diesem Film sein Können so richtig unter Beweis stellen, muss er doch die beiden charakterlich gänzlich unterschiedlichen Zwillinge Jared und Simon darstellen.

Alles in Allem sind Die Geheimnisse der Spiderwicks ein Film nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene, vor allem solche die im Herzen noch Kinder sind, werden eine Freude an diesem Streifen haben.
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