X-Men 2
© 2003Aleks

X-Men 2

Originaltitel: X-Men 2

The time has come for those who are different to stand united

Director: Bryan Singer
Patrick Stewart, Ian McKellen, Halle Berry, Famke Janssen, Alan Cumming

Runtime: 133 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2003

Marvel Fans werden derzeit bestens bedient. Nach dem sündhaft teuren (und auch nicht wirklich guten) 'Spiderman', gab es gerade erst unlängst den 'Daredevil' im Kino zu bestaunen und 'Hulk' rüttelt mittlerweile auch schon ganz kräftig an seinen Käfigstangen. Bei X-Men ist man schon einen Schritt weiter, nämlich im zweiten Teil, und der ist, ganz der Tradition zweiter Teile folgend, noch aufwendiger produziert, mit noch cooleren Special Effects aufpoliert, mit neuen Mutanten und einem offenen Ende, voll auf Kurs zu vollen Kinokassen. Erwartungsfreudige Film-Handlungsfetischisten sollten besser gleich drei Gänge zurückschalten, denn dort liegt ganz deutlich die Schwäche von X-Men 2.

Kurz zusammengefasst geht es genau da weiter, wo uns der erste Teil im Stich gelassen hat, nämlich mit Magneto (Ian McKellen) im Gefängnis und einer friedlichen Mutantenschule unter der Obhut von Professor Charles Xavier (Patrick Stewart). Die Idylle ändert sich schlagartig, als ein Mutant im Weißen Haus den Präsidenten der Vereinigten Staaten (man stelle sich das Mal vor) zu töten versucht. Die öffentliche Meinung schwappt schlaghartig um und ein gewisser Stryker tritt auf den Plan, den Mutanten den Garaus zu machen. Kurzerhand wird Xavier entführt und die Schule ausgehoben, exklusive ein paar flüchtender Schüler (also Mutanten). Magneto schafft es, dank den wirklich in jeder Hinsicht bemerkenswerten Künsten von Mystique, ebenfalls zu entkommen. Der Showdown findet eine Stunde später in einem Staudamm statt, der gleichzeitig auch Wolferines Ort des "Erschaffens" markiert und dabei natürlich seinem "Mutierer" ebenfalls über den Weg läuft.

X-Men 2 zeigt diesmal bedeutend mehr von den Fähigkeiten der Charaktere, denn im ersten Teil, in dem ja jeder erst einmal vorgestellt werden musste. Vor allem Mystique gibt recht ordentlich zum Besten, was sie so alles draufhat, vor allem verwandelt sie sich als kleiner Gag in die Schauspielerin höchstselbst, was mitunter für offene Münder sorgen kann. Magneto hingegen besticht, als skrupelloses Genie, mit noch fast unbesiegbareren Fähigkeiten als im ersten Teil, wobei ich mir, dank "Herr der Ringe", immer einen Gandalf'schen Rauschebart hinzuphantasiert habe. Von den "guten" X-Men ist definitiv Wolverine und der Nightcrawler hervorzuheben, wobei letzterer wohl allen die Show stiehlt. Enttäuschend mal wieder Cyclops, Storm und Dr. Grey, die mich in ihren Worten & Taten überhaupt nicht überzeugen konnten. Vor allem Cyclops als Heulsuse stimuliert zu hämischem Gelächter. Ein bedauerlich unbedeutendes Ende findet jedoch Lady Deathstrike, die wohl der Schere der Produzenten zum Opfer gefallen sein muß. Da hätte man sich wirklich mehr erwartet. Untermalt wird die rasante Handlung, wie im ersten Teil, von einer soliden Musikuntermalung. Vor allem die Special-Effects sind wieder um einiges schöner anzusehen, als damals und absolut state-of-the-art. Ohne diversen Höhepunkten vorwegzugreifen sind wohl Mystique's Verwandlungen, die Teleportation des Nightcrawlers, Pyro's Feuersäulen und Storm's Tornados zu nennen.

Alles in allem war der Film besser als erwartet, und das, obwohl ich nun wirklich kein Fan der Marvel-Figuren bin. Aber so wie in X-Men 2 lass ich mich gern in die Marvel-Welt entführen, denn so muss Action-Kino sein. Cool - hart - sexy.