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Der Einsatz
© Dezember 2003 Aleks
Nach fast einem Jahr scheint wohl wieder die Zeit für einen CIA Film reif zu sein, denn seit dem Doppelschlag letzten Jahres mit "Sum of all Fears" und "Bad Company" liegt das Feld der Agentenreißer weitgehend brach und unbeackert. Diesmal scheint man die Sache aber ganz vom Anfang an aufzuziehen, wird man doch in die Rekrutierungsvorgänge und -abläufe der sogenannten Firma auf dramatische Art und Weise eingeführt.
In diesem Sinne beginnt die ganze Geschichte auch auf der Universität, in der sich Student James Clayton (Colin Farrell) als klassischer, jedoch höchst gutaussehnder, Geek schon einige Lorbeeren verdienen konnte und bei einer kleinen Messe auf dem Campus mit seinem Wireless Hack-Tool sogar das Interesse von Dell auf sich ziehen konnte. Doch nicht allein deren Interesse, denn der Headhunter des CIA Walter Burke (Al Pacino) höchstselbst ist ebenfalls anwesend und nimmt kurze Zeit später mit Clayton Kontakt auf. Geplagt von seinem Vaterkomplex, der anscheinend in Peru irgendwo mal mit einem Flugzeug abgestürzt ist (war er vielleicht auch beim CIA ???), entschließt sich Burke dem Verein schlußendlich beizutreten und deren Tests und Prüfungen durchzuziehen. Im Zuge dessen lernt er Mitrekrutin Layla Moore (Bridget Moynahan) kennen, und aufmerksame Zuseher merken natürlich sofort, dass sich hier was anzubahnen scheint. Kaum mit der Ausbildung fertig (im Sinne der CIA) wird Clayton auch gleich mit seinem ersten Auftrag betraut und der heißt: Aufdecken der Identität der Doppelagentin Layla Moore. Man merkt schon, dass der Film sich einiges an Mühe gibt, ein Paranoia/Beziehungs/Gedanken-Wirr-Warr aufzuziehen, das, insofern man sich von den Bildern passiv berieseln lässt, wohl auch durchaus funktionieren mag. Doch leider ist das Gespinst an Intrigen und Lügen an vielen Stellen allzu dünn und unschlüssig, sodass das Ende seinen recht vorhersehbaren Auslauf findet. Rein schauspielerisch können zumindest Farrell und Pacino durchwegs überzeugen, wenngleich auch sie in letzter Zeit schon weit bessere Vorstellungen abgeliefert hatten (z.B.: Phone Booth oder Insomnia). Was ich persönlich langsam als recht störend empfinde ist das ständige, infernalische Rumgehacke auf der Tastatur von Rechnern mit graphischer Benutzeroberfläche und das jegliche Fehlen und Benutzen einer Maus. Anscheinend können sich die Filmemacher einfach nicht dazu überwinden diese Fehlbedienung einmal abzuschaffen, da man selbst mit allen verfügbaren Shortcuts, nicht wirklich in dem Ausmaß weiterkommt. Schlußendlich bleibt der Eindruck eines recht müden Agentenfilms, der wohl auch als kleine Schleichwerbung zum Beitritt zur CIA gedacht ist. Viel technischer Schnick-Schnack, durchwachsene schauspielerische Leistungen und eine seichte Story für den schnellen Agentenfilm zwischendurch. Einschlägig Interessierte finden sicher bessere Kost (z.B. Sum of all Fears), als diesen faden, und schon fast kalten, CIA Durschnittsburger. | ||||||