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Star Trek: Nemesis
©
Februar 2003 Aleks
4 Jahre, übrigens so lange wie noch nie, mußte die Star Trek Gemeinde auf den zehnten Teil der Erfolgsserie warten. Und auch diesesmal lernt man einiges Neues über den Star Trek Kosmos dazu, im speziellen etwas mehr über die Romulaner. Diese putschen sich nämlich in regelmässigen Zyklen aus dem Senat, was recht unwillkürliche politische Kehrtwendungen zur Folge hat. Und auch diesesmal übernimmt ein Neuer ebendiesen Senat und Herrschaft und siehe da: Er sucht den Frieden mit der Föderation.
Mißtrauisch, wie die Föderation nun mal ist, schickt sie nicht irgendwen, sondern die Enterprise mit ihrer schon gut 15 Jahre alten Crew nach Romulus um dort die Ernsthaftigkeit dieses Angebots zu prüfen und eventuelle Verhandlungen aufzunehmen... Etwas befremdend, wenn auch natürlich sehr realistisch, ist es, der gealterten Crew der Enterprise beizuwohnen, wie sie sich nocheinmal vom "Sterbebett" erhebt und vor die Kamera schleppt. Dankenswerterweise sind die Autoren noch die selben, was der Kontinuität begonnener Handlungsfäden nur gut tut. So sind die Heirat von Troi & Riker, Worfs Rückkehr auf die Enterprise, Anspielungen auf Picards Vergangenheit oder Data's Streben nach Menschlichkeit alles Themen, die einen gleich wie Zuhause fühlen lassen. Wohltuende Wärme macht sich breit, und man denkt sich nach dem Fund von Before zwar: "Na, so zufällig liegt der jetzt sicher nicht 'rum!", wartet aber geduldig auf das weitere Erzählen der Handlung im klassischen Serienstil. Mit der Gestaltung der Remans wagt man sich, zum leichten Erstaunen, fort von Ausserirdischen mit klassisch deformierter Stirn/Nase/Wangen und gibt Count Orloc (Nosferatu, 1922) die Ehre, Vorbild der "Schwesterrasse" der Romulaner zu sein. Gewandet in schimmernder Gothic Mode knirscht sich Shinzon von Einstellung zu Einstellung und sinnt, seinem Outfit gemäß, nach Rache. Wenig überzeugend, so sei angemerkt, denn man wird den Eindruck nicht los, dass der Besetz- und satzung doch die Lust am Schauspielern etwas vergangen ist. Man erinnere sich an Star Trek: Insurrection oder Star Trek: First Contact, in denen die Akteure mit weit mehr Schwung und Witz agierten, als dieses Mal. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Kampf Riker vs. Viceroy bzw die Trauerszene zum Schluß, die mich, unvermuteter Weise, zum Lachen inspiriert haben. So blicke ich denn nun zurück auf den zehnten Teil mit einem lachenden und auch weinenden Auge. Lachend, da die Action & Handlung solide ist, und weinend, weil mir die Schausteller leid tun, diese aber nun doch ihren Frieden in ihrem letzten leinwandfüllenden Abenteuer gefunden zu haben scheinen. Als (wahrliche) Randnotiz an die wenigen Fans dieser beiden Charaktere: Admiral Janeway und Wesley Crusher geben sich auch die Ehre. Na wenn das keinen Kinobesuch wert ist, was dann? |
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