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Lord of the Rings: The Two Towers
©
Jänner 2003 Aleks
Ein gutes Jahr musste eine millionenschwere Fangemeinde auf den zweiten Teil der Romanserie Tolkiens warten. Und bevor man sich noch so recht erinnern konnte wie es damals ausging, gehts auch schon mitten hinein nach Moria, zum Kampf Gandalf gegen den (wirklich toll gemachten) Balrog.
Kurz darauf begleitet man Aragorn, Legolas und Gimli auf Ihrer Verfolgungsjagd, um die gefangenen Hobbits Merry und Pippin aus den Klauen der Uruk-Hai zu befreien. Zeitgleich versucht Frodo mit seinem Gefolgsmann Sam das Schattenreich Mordor zu erreichen, ständige gegen die Versuchungen des Ringes kämpfend, der ihn zusehends schwächt. Und im Westen läuft die Kriegsmaschine Sarumans auf Hochtouren, mit dem Ziel, die Menschheit an der Seite Saurons zu vernichten...
Das wohl schwierigste am zweiten Teil von "Der Herr der Ringe" ist, wie wohl mit jedem zweiten Teil einer Trilogie, dass die Handlung vorangetrieben werden muß, und dies auch noch auf mehreren Handlungsebenen gleichzeitig. Das führt in letzter Konsequenz dazu, dass Peter Jackson starke Veränderungen am Buch vornehmen musste, um in gut drei Stunden die absolute Grundhandlung zu erzählen, ohne viel Pi-Pa-Po und auf sonstige Ausschweifungen Tolkiens verzichtend. Heraus kam ein, gemessen an den drei Stunden, sehr flotter Actionfilm, der sich bei weitem nicht mit dem ersten Teil messen kann. Wohl das größte Manko im Vergleich der beiden Teile ist das Fehlen bild- und musikgewaltiger Szenen, die einem diesen angenehmen Schauer über den Rücken jagen (man erinnere sich an die Verfolgungsszene der Ringgeister im Auenland und die Flucht zu Buckelberry Ferry). Nur ein einziges Mal wird versucht, dieses tragische Gespinst aufzuziehen, und zwar während des Auszugs der Elfen und Elronds Moralrede an Arwen. Schade. Action steht somit definitiv im Mittelpunkt. Die Schlacht von Helmsdeep, der Kampf gegen die Warge, der Überfall der Partisanen aus Gondor auf die Krieger Mordors, die Kämpfe in Osgiliath oder der Angriff der Ents auf Isengard. Nichtsdestotrotz beeindruckt "The Two Towers" durch sehr stimmungsvolle Landschaftsbilder (ich muss UNBEDINGT mal nach Neuseland!) und tolle Umsetzungen aus der Literatur (das "Black Gate" ist unglaublich toll gemacht). Apropos toll gemacht. Rein schauspielerisch sicher alle in den Schatten stellend ist Gollum. Selten wurde ein zutiefst schizophrener Charakter so glaubwürdig dargestellt. Allein das Zwiegespräch Gollum - Smeagol ist schon einen Kinobesuch wert. Die Computeranimation noch zusätzlich auf dem letzten Stand der Dinge. Bemerkenswert! Das Resümee ist aber leider ein zwiespältiges. Die Schausteller tun ihr Bestes, doch das ist nicht immer gut genug. Aragorn wirkt mit seinem Hundeblick teilweise etwas überfordert, und Gimli scheint das Los des Komödientrottls gezogen zu haben, was ich persönlich als ein kleines Sakrileg werte. Eowyn wirkt leider genauso blaß, wie ihre Gesichtsfarbe, und hat mich überhaupt nicht überzeugt. Rein computer- und landschaftstechnisch jedoch auf jeden Fall erste Klasse, die Örtlichkeiten wurden für den Film perfekt ausgewählt (und im Computer nachbearbeitet). Empfehlen möchte ich den Film so und so jedem, der den Ersten Teil schon genossen hat. Aufgespart hat sich Jackson ja noch einiges für den finalen Part, und er treibt die Spannung auf einen fast unerträglichen Punkt. Nicht unbedingt, weil man wissen will, wie der Film ausgeht, sondern eher, wie er umgesetzt und was herausgestrichen werden wird. Allen DVD Freunden sei so und so noch etwas Geduld abverlangt, denn ein Warten auf die Special Edition wird sich sicherlich lohnen! Ich spar mir auf jeden Fall schon die "paar" Euro zusammen, denn die Marketingmaschine läuft ja mindestens so effizient wie Isengard... *gollum* *gollum* |
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