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Identität
© September 2003 Thompson
An einem stürmischen Tag treffen 10 Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein können in einem Motel aufeinander. Es gibt den Chauffeur (John Cusack), das Callgirl (Amanda Peet), einen Cop (Ray Liotta) einen Schwerverbrecher, ein frisch verheiratetes Paar und auch eine junge Familie. Jeder Kontakt mit der Außenwelt scheint unmöglich: Telefone (sowohl mobil als auch Festnetz) funktionieren nicht, Funkkontakt kann auch keiner hergestellt werden und die Strasse wurde in beiden Richtungen vom Fluss weggespült. Doch damit nicht genug, plötzlich ist der erste dieser 10 tot und keiner wills gewesen sein. Und nach weiteren 2 Leichen verdichtet sich zwar eine Spur, aber konkrete Hinweise gibt es immer noch nicht... Wenn in einem Film John Cusack mitspielt, so galt das in den letzten Jahren eigentlich immer als Qualitätsmerkmal und auch beim hier vorliegenden Film ist es nicht anders. Nach High Fidelity und Being John Malkovich ist auch Identity wieder ein Film, der zwar von Hollywood kommt, aber nicht unbedingt den ganzen ausgetrampelten Pfaden Hollywoods folgt. Die hier vorliegende Geschichte ist interessant aufbereitet. Der Anfang, wo wir immer wieder zeitlich nach hinten springen, schmeckt vielleicht ein bisschen nach Memento, aber das ist nicht weiter schlimm. Nachdem kurz die Geschichte aufgerollt wurde, wie unsere 10 Leute geschafft haben, ausgerechnet an jenem Abend in ausgerechnet jenes Motel zu gelangen, dreht sich die Erzählrichtung wieder um und es geht chronologisch weiter. Dann bleibt der Zuseher im Prinzip die ganze Zeit zumindest genauso stark im Dunkeln wie dies die Hauptdarsteller auch sind. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, da plötzlich gegen Mitte des Films angefangen wird, eine parallele Geschichte zu erzählen, die mit den Geschehnissen im Motel rein gar nichts zu tun hat (aber im Verlauf des Films noch enorm wichtig wird). Das einzige Problem der Geschichte ist, dass es ungefähr nach zwei Dritteln der Zeit einen Durchhänger gibt. Einige Dinge werden aufgeklärt und damit verändert sich die Sichtweise des Zusehers dramatisch. Aber auch von diesem schwachen Moment kann sich der Film erholen und er schafft es sogar, noch einmal in seinen Bann zu ziehen, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie vorher. Dass das Ende dann im Großen und Ganzen so zu erwarten war, verzeiht man dem Film gerne. An der Leistung der Hauptdarsteller gibt es nichts auszusetzen, auch wenn keiner John Cusack das Wasser reichen kann. Betritt er die Leinwand, so treten alle anderen Figuren in den Hintergrund. Eigentlich schon fast ein klassisches Genre, dem hier Regisseur James Mangold (Durchgeknallt, Copland) und Drehbuchautor Michael Cooney versuchen. Dennoch schaffen sie es, den Zuseher lange in ihren Bann zu ziehen, was in der Regel klassischen Kriminalfilmen nur etwa so lange der Fall ist, wie der Zuseher ob der Rolle des Bösewichts im Dunkeln tappt. Auch die Figuren scheinen klassisch gewählt und trotzdem ist es so, dass genau das wiederum dazu führt, dass man ob der Abweichungen vom Trampelpfad Hollywoods dann doch positiv überrascht wird. Ein Film, der sich vom ewigen Einheitsbrei Hollywoods positiv abhebt und deswegen auf jeden Fall weiterempfohlen werden. | ||||||