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Ein voll verrückter Freitag
© Oktober 2003 Thompson
Eigentlich gibt sich das Thema inzwischen doch schon recht ausgelutscht: durch widrige Umstände tauschen ein Erwachsener und ein Kind ihre Körper. So ist das auch hier der Fall. Tess Coleman (Jamie Lee Curtis) und Anna (Lindsay Lohan) sind Mutter und Tochter in einer ganz normalen Familie und nachdem Anna gerade 15 und damit in einem bekannt schwierigen Alter ist, verstehen sie sich alles andere als blendend. Auch das ist eigentlich ganz normal. Nachdem sie mit ihrer Familie chinesisch Essen war, wacht Tess plötzlich im Körper von Anna auf und Anna im Körper ihrer Mutter. Dass der nun folgende Tag für beide Beteiligten einer der wichtigsten in ihrem Leben ist, versteht sich von selbst (und außerdem gebietet es die Logik eines solchen Filmes): Tess wird in 48 Stunden heiraten und Annabel hat mit ihrer Schulband ein Vorspiel in dem es - zumindest in Annabels Augen - um Leben oder Tod geht... So weit so klar. Dass Tess (in Annas Körper) nun plötzlich wieder in die Schule gehen muss, versteht sich von selbst und auch, dass Anna (in Tess' Körper) ihrem Job als Psychologin nachgehen und gleichzeitig auch noch die letzten Hochzeitsvorbereitungen treffen soll eigentlich auch. Obwohl das Thema, wie eingangs erwähnt, inzwischen schon des Öfteren im Kino und Fernsehen aufgewärmt worden ist (man erinnere sich nur and Big mit Tom Hanks) birgt der Film einige positive Überraschungen in sich. Ein großes Lob zumindest muss den Drehbuchautoren gezollt werden, denn sie schaffen es, peinliche Situationen elegant zu umschiffen (bzw. diese erst gar nicht heraufzubeschwören) und zum anderen wurde die gesamte Story so aufbereitet, dass sie immer noch im Bereich des Realen - und damit auch nachvollziehbar - bleibt. Einem solchen Drehbuch verzeiht man es sogar, dass es gegen Ende, als die beiden wieder ihren eigenen Körper bewohnen ziemlich an Schwung und Ideenreichtum verliert und in typischen Hollywoodkitsch abdriftet. Die Wahl der Hauptdarsteller ist so gelungen, dass man gar nicht umhin kann, beiden die gerade gespielte Rolle nicht abzukaufen. Denn sowohl Jamie Lee Curtis (der man das wohl auch zugetraut hat) als auch Lindsay Lohan schaffen es problemlos, eine 15-jährige Tochter bzw. ihre Mutter darzustellen. Alle anderen Darsteller beleben den Film zwar auch, werden dem Kinobesucher aber eher nicht langfristig in Erinnerung bleiben. Zwar nicht sonderlich spannend und ohne große Wendungen, aber trotzdem überraschend kurzweilig und unterhaltsam und deswegen eine Empfehlung wert. | ||||||