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Die Wutprobe
© Mai 2003 Andy
Dave Buznik (Adam Sandler) ist ein sanfter Junge, gut erzogen dem alle Welt auf der Nase herumtanzt. Schon als Kind Ziel kruder Scherze schleppt er ein Trauma und einen Minderwertigkeitskomplex wegen der Größe seines Mannesstolzes mit sich rum. Nach einem Missverständnis in einem Flugzeug wo ihm seine Sanftheit als Provokation ausgelegt wird wird er dazu verdonnert an einem Seminar zur Wutbewältigung teilzunehmen. Leiter dieses Seminars ist der exzentrische und und unkonventionelle Dr. Buddy Rydell (Jack Nicholson). Rydell stürzt Boznik in tiefe Verwirrung weil er sich seiner Wut einfach nicht bewusst ist. Nach einem weiteren Zwischenfall bei dem Buznik einer Kellnerin die Nase bricht wird er vor die Wahl gestellt: Intensivprogramm bei Rydell oder Knast. Da keiner gerne in den Knast geht zieht Rydell bei Buznik ein und bemüht sich höchst unorthodox um Buzniks inneren Schweinehund. Er konfrontiert ihn mit seiner Vergangenheit und bringt ihn dann noch dazu sich "auf Probe" von seiner Freundin Linda (Marisa Tomei) zu trennen. Zu diesem Zeitpunkt sieht es so aus als ob Rydell hinter Linda her wäre und sie ihm auch nicht abgeneigt ist und bis sich alles in Wohlgefallen auflöst sind noch einige Verwicklungen zu lösen.
Das war's zum Film, jetzt zur Kritik: Die Zahl der Buddyfilme wo sich zwei unterschiedliche Charaktere zusammenraufen müssen, ist schier endlos. Trotzdem ist dieser Film anders. Ich tippe darauf weil Jack Nicholson einfach brilliant spielt, auch Adam Sandler ist immer glaubwürdig. Das erste was mich störte war die Szene im Flugzeug, die Stewardess reagiert einfach unnatürlich. Selbst wenn sich ein Mensch provoziert vorkommt reagiert er anders. Auf jeden Fall treffen sich Buznik und Rydell auch schon in selbigem Flugzeug und große Überraschung, nach der Verhandlung entpuppt sich Buzniks Sitznachbar als dessen neuer Therapeut. Manche Späße sind einfach flach und man kennt sie aus vielen anderen Filmen, auszunehmen davon ist eine therapeutische Gesangseinlage von Sandler und Nicholson wo sie "I Feel Pretty" aus der "Westside Story" zum besten geben (wirklich zum Schießen!!!). Eine Schlägerei in einem Buddhistenkloster ist wohl auch ziemlich einmalig, in eben jenes Kloster hat sich der Junge zurückgezogen der Buznik's Nemesis in der Kindheit war. Bis hier war der Film lustig, manchmal flach, hatte aber seine Momente. Buznik wird prompt noch ein drittes Mal wegen einer Schlägerei verurteilt, als er nämlich Rydell zusammenschlägt. Rydell zieht als lachender Sieger mit Buzniks Ex im Arm vom Feld. Jetzt geht es steil bergab. Der Regiseur oder das Drehbuch verfällt in typisch amerikanische Komödienmechanismen. Rydell und Linda gehen zu einem Baseballspiel, Buznik kämpft sich aufs Spielfeld und erklärt vor laufenden Kammeras und vor versammeltem Publikum seine Liebe (aus wie vielen Filmen kenne ich das nur...). Auf jeden Fall stellt sich heraus dass alles nur eine große Verschwörung war... Die letzten 5 Minuten sind dann wieder so irr dass sie schon wieder gut sind. Großes Happy End mit allen Beteiligten und noch einmal "I Feel Pretty". Fazit: Eine gute Kommödie mit guten Schauspielern die das Niveau bis 15min vor dem Schluss halten. Nicholson brilliant, diabolisch wie gewohnt. Sandler immer glaubwürdig. Und ein absolut genialer Woody Harrelson mit zwei Kurzauftritten. Man kann in sehen, muss ihn aber nicht gesehen haben. Der Soundtrack ist hörenswert. | ||||||