The new Guy
© Dezember 2002 Thompson

The new Guy

Originaltitel: The new Guy

Popularity isn't a contest... It's a War!

Director: Ed Decter
DJ Qualls, Eliza Dushku, Lyle Lovett, Eddie Griffin, Zooey Deschanel

Runtime: 93 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2002

Was wäre wenn...
... der Loser der Schule noch einmal ganz von neuem beginnen könnte und dabei all jene Fehler vermeiden könnte, die er bisher gemacht hat? Diese Fragestellung klingt jetzt ganz klar nach einer magischen Geschichte mit Zeitreise, ist es aber nicht.

Normalerweise lässt mich allein schon die Ankündigung einer "Teenie-Komödie" innerlich zusammenzucken. Das Thema ist inzwischen zu ausgelutscht, um zu begeistern, und die letzten Teenie-Komödien im Kino haben weniger im Bereich "Komödie" als vielmer dabei gepunktet, möglichst tief unter die Gürtellinie zu greifen.

Überraschenderweise waren hier meine Befürchtungen nicht ganz berechtigt. Zugegeben, mit einem Highlight der Filmgeschichte haben wir es hier nicht zu tun, aber welche Teenie-Komödie war das denn je schon? The new Guy ist eine Komödie, die eine zumindest recht angenehme Unterhaltung bieten kann. Man muss nicht im Fünf-Minuten Takt zusammenzucken ob immer neuer und noch schlechterer Witze.

Aber nun mal kurz zum Inhalt dieses Films: Dizzy Harrison (DJ Qualls) ist der eingangs erwähnte Loser der Schule. Als er - zugegebenermaßen mehr durch Glück und Zufall als sonst wie - für einige Tage ins Gefängnis kommt, lernt er dort Luther (Eddie Griffin) kennen, der ihm dabei hilft, sein Leben zu verändern. Nach den Lektionen geht es nun daran, das Gelernte auch umzusetzen, allerdings an einer neuen Schule, an der er noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Dazu wird die schlimmste Schule der ganzen Umgebung auserkoren: Highland High. Wenn ich jetzt verrate, dass es Dizzy - oder Gil Harris, wie er sich an der neuen Schule nennt - es tatsächlich schafft, sein Loser-Image abzulegen und der Held der Schule zu werden (alles andere würde den Besucher einer Teenie-Komödie enttäuschen), aber im Endeffekt erkennt, dass es wichtiger ist, Freunde zu haben, auf die man zählen kann, als von der ganzen Schule bewundert zu werden.

Wie schon in der Einleitung erwähnt, haben wir es hier mit einer Komödie zu tun, die mit überraschend wenigen Fäkalwitzen und mit kaum Schlägen unter die Gürtellinie auskommt. Eine willkommene Abwechslung also. Die Story wird zwar mit Sicherheit nicht in die engere Auswahl für eine Oscar-Nominierung kommen, aber sie ist zumindest in sich schlüssig und hangelt sich nicht nur von Gag zu Gag.

Auch die Leistung der Schauspieler ist mehr als nur akzeptabel. DJ Qualls, den manche vielleicht noch aus der Komödie Road Trip kennen werden, spielt seine beiden Parts sehr überzeugend. Sowohl (weniger überraschend, da die Rolle Ähnlichkeiten mit der aus Road Trip hat) der Loser als auch der Winner (doch eher überraschend) kommen für den Zuseher authentisch und glaubwürdig auf die Leinwand. Von allen anderen Darstellern haben am ehesten noch Eddie Griffin, Eliza Dushku und Lyle Lovett genügend Zeit, beim Zuseher einen bleibenden (guten bzw. im Fall Lyle Lovetts zumindest soliden) Eindruck zu hinterlassen. Alle anderen haben zu wenig Zeit auf der Leinwand und sind sowieso nur Randfiguren der Geschichte.

Was beim Thema Darsteller allerdings noch wert ist, erwähnt zu werden, ist die Tatsache, dass sich jede Menge (Rock-)Stars bereit erklärt haben, eine mehr oder weniger große Rolle zu übernehmen. Gene Simmons (Kiss) tritt ebenso auf wie Tommy Lee oder Vanilla Ice (ja, den gibt's noch!). Ausserdem tauchen auch noch Tony Hawk (der Skate-Boarder) sowie David Hasselhoff auf.

Alles in Allem als eine nette Komödie für Leute, die auf leichte Unterhaltung stehen, aber darauf verzichten können, Filme anzuschauen, die nur unter die Gürtellinie zielen.