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Spider-Man
© Juni 2002 Aleks
Mit riesen Tam-Tam und neue Rekorde austellend kam nun auch Spider-Man zu uns in die Kinos. Tolle Special Effects, zu sehen in Trailern und TV-Specials machten einem den Mund wieder einmal wässrig. Leider entpuppte sich der Megaknaller als Ladykracher und konnte den Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Doch wie schon so oft, sollte man wohl am Anfang beginnen, und das tun wir jetzt auch.
Peter Parker (Tobey Maguire), ein klassischer Geek (superklug, aber halt ein nicht ganz so gutaussehender Kerl), verknallt in seine Nachbarin und Schulkameradin MJ (Kirsten Dunst), mutiert durch einen Biß einer ebenfalls mutierten Spinne zu einem Mischwesen, das sich alsbald auf Verbrecherjagd begibt. Peter's bester Freund ist Harry (James Parker), Sohn eines genialen Wissenschaftlers (Willem Dafoe), der aufgrund eines Selbstexperiments ebenfalls mutiert, und zwar zum Superkobold "The Green Goblin". Die beiden Mutanten treffen unweigerlich aufeinander, und es kommt, wie es nun mal kommen muß, zum finalen Showdown der beiden, mit vorbestimmten Ende. Ich persönlich bin ja kein Fan der Marvel Comics und habe auch, zugegebenermaßen, Spider-Man nie gelesen. Ungeachtet dessen, muß man sagen, dass der Film auf jeden Fall zu lang war. Es gab zu viele "Füllszenen", die jedoch nur Langeweile erwecken, aber sehr wenig zur Spannung beitragen konnten. Die Dialoge waren teilweise sehr schwach. Vor allem das pseudoromantische Geblubber eines Liebesgeständnisses von Peter gegenüber Mary Joe, das, richtig intoniert, sicherlich zu "Aaahhhh" und "Ohhhhh" Rufen im Saal zu inspirieren vermag, aber in diesem Falle leider allzu lächerlich wirkte. Kirsten Dunst hat schon weitaus bessere Leistungen geboten (Drop Dead Gorgeous, Crazy/Beautiful), und wirkte, abgesehen von ihren roten Haaren, sehr farblos und schablonenhaft. Irgendwie teilnahmslos. Lob verdient sich Willem Dafoe, der wieder einmal eindrucksvoll beweist, zu was er in der Lage ist, und dem seine Rolle richtig Spaß zu machen scheint. Special Effects waren erwartungsgemäß gut, wenn auch teilweise (Gondelszene) etwas plumb. Meine Meinung zu amerikanischen Flaggen sollte man ja mittlerweile kennen, deswegen keine Äusserungen dazu. Schlußendlich und als Fazit lässt sich sagen, dass der Film sicher keine Geldverschwendung ist, man einen angenehmen Abend im Kino verbringen kann, aber es schon weit bessere Marvel Verfilmungen gegeben hat (siehe Batman). Etwas zu sehr hochgespielt im Vorfeld... Aber Tobey Maguires Dackelblick macht ja, zumindest andersgeschlechtlich, einiges wieder wett. Das hab' ich mir zumindest sagen lassen. | ||||||