Reign of Fire
© August 2002 Aleks

Rush Hour 2

Originaltitel: Reign of Fire

Fight Fire With Fire

Director: Rob Bowman
Christian Bale, Matthew McConaughey, Izabella Scorupco, Gerard Butler

Runtime: 100 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2002

Es war schon lange wieder Zeit für einen postapokalyptischen Film, und hier ist er auch schon. "Reign of Fire" bedient nicht nur alle Mad Max Enthusiasten sondern auch gleich noch die Fantasy Riege dazu, denn was sich uns hier mit wuchtigem Flügelschlag nähert hat's in sich.

Denn als der kleine Quinn seine Mutter beim Bau eines Metro-Schachtes mitten in London besucht, stoßen die Arbeiter auf eine verborgene Höhle in der sich nebst sehr viel Schwefel auch noch der dazugehörige Drache aufhält. Während der wilden Flucht, findet seine Mutter den Tod und Christian überlebt knapp. Der Drache hingegen schwingt sich in die Lüfte und sorgt, allen Vorurteilen des männlichen Geschlechtes gerecht werdend, eifrigst für Nachwuchs.

Etwa 20 Jahre später liegt die Welt in Schutt und Asche. Der verzweifelte Kampf der Menschheit gegen die Riesenechsen führte auch zum Einsatz von Atombomben und die Welt in den Abgrund. In kleinen Konklaven kämpfen die Verbliebenen um ihr Überleben, so auch Quinn, der so eine Konklave in England leitet. Als jedoch der US-Amerikaner Van Zan mit seinen Panzern und Hubschraubern (nebst gutaussehender Hubschrauberbraut Izabella Scorupco) anmarschiert und verkündet, den einzigen männlichen, und größten (sprich: gefährlichsten) Drachen zu töten, sorgt das nebst viel Unruhe auch gleich für dutzende Tote...

Technisch wiedereinmal auf dem höchsten Stand der Dinge erzählt Reign of Fire eine sehr interessante Geschichte, die jedoch, trotz markiger Sprüche und der hervorragend animierten Echsen, einfach nicht zu zünden vermag. Matthew McConaughey gibt als postmoderner Drachentöter zwar sein Bestes, doch auch ihm mag es nicht so recht gelingen, sich als Kultfigur zu positionieren. Christian Bale kämpft sichtlich mit der Darstellung eines einschneidenden Kindheitserlebnisses und Izabella Scorupco schaut zwar gut aus in ihrem Pilotenanzug, aber es musste ja wohl irgendwo eine Frau mitspielen.

Hauptdarsteller sind somit wohl die Drachen, die nebst perfekter Fluganimation auch am Boden einen sehr einschüchternden und majestätischen Eindruck hinterlassen. Genaueres über deren Ursprung und warum, wieso und woher eigentlich, erfahren wir jedoch nicht. Logische Bedenken, dass in einer Zeit der Armut und des Niedergangs die Amerikaner mit Panzern, Trucks und Hubschraubern anmarschieren, die nie getankt oder sonst irgendwie versorgt werden müssen, streicht man in Anbetracht dieses Action-Fantasy Films gleich von seiner Kritikpunktliste und schaut genüßlich zu, wie man denn nun einem Drachen den Garausmachen kann. Zu empfehlen für den schnellen Kinogang zwischendurch, bei dem man nicht viel falsch machen kann.

Und zum Abschluß noch ein Insider: Eingeweihte werden sicherlich wissen, dass so ein Drache nicht mehr als 130 Lebenspunkte und einen schwachen Rüstungsschutz von 10 hat, den mein Paladin der zehnten Stufe in schwerer Kettenrüstung und Schwert +5 aufmacht wie eine Konservendose. So what? :)