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Men in Black II
© Juli 2002 Thompson
Lange hat es gedauert (5 Jahre), bis sich Hollywood dazu durchgerungen hat, einen zweiten Teil von Men in Black zu drehen. Warum, das weiß keiner so ganz genau. Am Drehbuch kann es aber nicht gelegen sein, denn so umwerfend präsentiert sich dieses auch wieder nicht.
Auch diesmal will die Erde wieder von den Men in Black vor den Außerirdischen gerettet werden. Die böse Serleena (Lara Flynn Boyle) kommt nämlich auf die Erde, um das "Licht" zurückzuholen. Und Agent Jay (Will Smith) soll eben dies verhindern, da es eine mittlere Katastrophe nach sich ziehen würde. Das Problem nun besteht darin, dass die einzige Person, die von dem Problem weiß, Agent Kay (Tommy Lee Jones) ist, der sich aber nach seinem letzten Einsatz selbst geblitzdingst und somit seinen Dienst als Man in Black quittiert hat und nun als einfacher Postbeamter in Massachusetts sitzt. In der ersten Hälfte des Films wird dem Zuseher dieses Problem mehr als deutlich gemacht, genauso wie das Problem, das Jay in der letzten Zeit mit seinen Partnern hatte. Keiner hielt den Druck, ein Man in Black zu sein, lange aus. Letztendlich endet er mit einem sprechenden Mops als Partner. Und dieser bringt immerhin etwas Witz in den Film. Nachdem die erste Hälfte des Films dann vorbei ist, hat Jay seinen Partner endlich so weit, dass er bereit ist, in den De-Neuralisator zu steigen. Dann kommt endlich die zweite Hälfte und mit ihr kommt der Film langsam auf Touren. Die Darsteller sind wieder einmal nicht diejenigen, die daran Schuld sind, dass der Film nicht über die (wenn auch gehobene) Mittelklasse hinauskommen wird. Die Leistungen von Tommy Lee Jones und Will Smith sind über jeden Makel erhoben. Und wer hätte sich vor diesem Film Tommy Lee Jones schon in Shorts vorstellen können? Will Smith bringt wieder sein Mundwerk zum Laufen und Tommy Lee Jones brilliert vor allem durch seine trockenen Bemerkungen. Lara Flynn Boyle ist selten genug ohne digitale Effekte zu sehen. Auch die anderen Außerirdischen sind liebevoll gemacht worden. Aber genau die Außerirdischen betreffend, muss ich auch gleich eine Kritik loswerden: Man hat in der letzten Zeit in allen möglichen und unmöglichen Zeitungen und Zeitschriften von MIIB gelesen und die ganzen "neuen" Außerirdischen sind dem Leser auch bis ins letzte Detail beschrieben worden. Dann kommt man ins Kino, wartet sehnsüchtig auf diese wichtigen "Personen" und was passiert? Zwei oder drei Mal marschieren sie im Hintergrund durchs Bild und das ist es dann auch schon. Nicht einmal eine Sprechrolle haben die meisten erhalten. Was mich dann in meiner Abhandlung zu den digitalen Effekten bringt. Hier muss man sagen, dass der Film zumindest zu überzeugen weiß. Man hat sich - im Gegensatz zu Spiderman - zumindest so viel Mühe gemacht, dass sie nicht auf den ersten Blick schon als solche zu erkennen sind (auch wenn es teilweise ganz klar ist, dass man es mit digitalen Effekten zu tun hat). MIIB hat meiner Ansicht nach das große Problem, die Sequel eines erfolgreichen Films zu sein und damit vor allem Leute ins Kino zu locken, die den ersten Teil schon gesehen und geliebt haben und dementsprechend hohe Erwartungen in den Film setzen. Diese versucht er auch durch Wiederholungen der Gags vom ersten Teil zu befriedigen, aber genau hierbei scheitert er auch. Die Vorgeschichte (Kay wird zurückgeholt) wurde im Vergleich zum Rest des Films viel zu lange und mir kam es so vor, dass der Film, als er endlich an Fahrt gewonnen hatte, auch schon fertig war. Ein paar gute und witzige Szenen, ein netter Abend im Kino, aber nichts (außer den coolen schwarzen Anzügen und Sonnenbrillen) was einem länger im Gedächtnis bleiben würde. | ||||||