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Brazil
© September 2002 Andy
Auch wenn einige der beteiligten Personen (Terry Gilliam, der legendäre Gefängniswärter in The Life of Brian und Michael Palin, Pontius Pilatus in The Life of Brian) Monty Python Vergangenheit haben, ist dieser Film alles andere als eine Komödie. Er zeichnet eine sehr düstere Zukunftsvision im Stile von George Orwells 1984 (verfilmt mit John Hurt und Richard Burton). Trotz aller Düsternis kann der Regisseur seine Monty Python Vergangenheit nicht leugnen, und hat einige sehr skurrile Charaktere und Handlungsstränge geschaffen. Es ist ein Film der kleinen Nebenhandlungen, jedes noch so kleine und unwichtig scheinende Detail kann im Lauf des Films von entscheidender Bedeutung sein. Dieser Film spielt in einer nicht zu fernen Zukunft. Alles ist reglementiert, für alles gibt es Ministerien und das System scheint perfekt. Sam Lowry (Jonathan Pryce) ist ein kleiner Ministeriumsangestellter der das System nie in Frage stellt und neben seiner Arbeit eine Fantasiewelt geschaffen hat, in der er als geflügelter Held gegen das Böse kämpft und einer Frau (Kim Greist) das beständig das Leben rettet. Alles ändert sich als er plötzlich dieser vermeintlich seiner Phantasie entsprungenen Frau im Ministerium begegnet. Auch kommt er einem Fehler auf die Spur, der einem Unschuldigen das Leben gekostet hat. Er beginnt das System in Frage zu stellen, und hilft seinem Vorgesetzten den Fehler zu vertuschen, bzw. auszubügeln. Seine Mutter wünscht sich allerdings viel mehr für ihren Sohn und bringt ihn gegen seinen Willen im Ministerium für Informationsbeschaffung unter. Er beginnt nach der misteriösen Frau zu forschen und findet sie auch und wird in einen Strudel von Handlungen gezogen, die er nicht mehr kontrollieren kann. Und plötzlich ist das System hinter Sam her. Wer in den letzten 10 Minuten meint, der Schluss ist an den Haaren herbeigezogen, soll sich vom richtigen Ende so richtig überraschen lassen, ich verrate nichts dazu, das würde den Film nur kaputt machen. Einen richtigen Kritikpunkt finde ich nicht an diesem Film, er ist meiner Meinung nach ein gelungenes Meisterwerk. Mancher wird vielleicht mit Terry Gilliams Art Filme zu machen nicht klar kommen, oder auch ein Problem mit der skurrilen Handlung haben, aber ich schließe mich den Worten eines Freundes an, wem dieser Film nicht gefallen hat, hat ihn aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verstanden. | ||||||