![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Ein heisser Coup
© Juli 2001 Thompson
Carol (Linda Fiorentino) ist eine gelangweilte Krankenschwester in einem kleinen Provinzkrankenhaus und hauptsächlich damit beschäftigt, alten Leuten die lust am Leben zu erhalten sowie sie durch Bewegungstherapie jung zu halten. Eines Tages kommt aufgrund von einer Überfüllung des Gefängniskrankenhausses der alte Bankräuber Henry Manning (Paul Newman) in ebenjenes Krankenhaus. Er hat gerade einen Gehirnschlag erlitten und scheint mehr tot als lebendig zu sein. Allerdings gibt in seiner Gegenwart immer wieder einer paar kleine Zufälle, die Carol an der Geschichte mit dem Gehirnschlag zweifeln lassen. Dennoch nich einmal ein kleiner erotischer Tanz vor Henry bringt sie weiter.
Eines Tages, bei einem Ausflug ans Wasser schafft sie es aber trotzdem, Henry dazu zu bewegen, seine Tarnung aufzugeben. Aber damit fangen die Schwierigkeiten erst an. Denn war sie bisher immer nur darauf aus, herauszufinden, ob Henry wirklich einen Gehinrschlag erlitten hat oder nicht, muss sie sich nun damit beschäftigen, was sie sich eigentlich davon erwartet hat. Der Film ist ruhig und lebt hauptsächlich von der brillianten Schauspielerei seiner zweit Hauptakteure Paul Newman und Linda Fiorentino, denn von der Story her kann der Film nicht wirklich viel Aufregendes bzw. Neues bieten. Besondern Paul Newman schafft es in der ersten Hälfte des Films nahezu perfekt, den alten Bankräuber mit Gehirnschlag zu spielen. Jeder im Publikum wird ihm diese Rolle abnehmen und sich sogar fragen, wie man so etwas zustande bringen kann. Aber auch nachher, beim Überfall auf den Geldtransporter (und damit verrate ich jetzt wirklich noch nicht zu viel) ist Paul Newman die zentrale Figur. Aber auch Linda Fiorentino spielt gut und schafft es immer wieder, Newman das Wasser zu reichen, auch wenn mich ihre Figur immer wieder an Nurse Betty erinnert hat - ohne allerdings den vorgenannten Film gesehen zu haben. Wer sich einen netten, teilweise auch lustigen Film anschauen will, der ist gut beraten, sich den "heissen Coup" anzuschauen. Alle, deren Lieblingshumor eher in der Richtung "American Pie" anzusiedeln ist, werden eher weniger Freude mit diesem Film haben. Alle anderen werden ca. 90 Minuten lang - ok, in der Mitte gibt es einen kleinen Durchhänger - gut unterhalten. | ||||||