Was Frauen wollen
© Februar 2001 Thompson

What Women want

Originaltitel: What Women want

He has the power to hear everything women are thinking. Finally... a man is listening.

Director: Nancy Meyers
Mel Gibson, Helen Hunt, Marisa Tomei, Ashley Johnson

Runtime: 126 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Nick Marshall (Mel Gibson) ist ein Mann, dem keine Frau widerstehen kann. Und tagtäglich nutzt er das auch immer wieder aus. Das Leben liegt ihm zu Füssen. Ausserdem wird in der Werbefirma, in der er arbeitet gerade ein hoher Posten frei und Nick ist sicher, den Job zu kriegen. Dabei wird er allerdings vor den Kopf gestossen und ihm wird Darcy McGuire (Helen Hunt) vorgezogen, eine Bewerberin von aussen und noch dazu eine Frau!!!

Obwohl innerlich kochend, muss Nick gute Miene zum bösen Spiel machen und darf Darcy nicht schon beim ersten Meeting zeigen, dass er sie verabscheut. Aber es kommt noch schlimmer: als "Hausaufgabe" erhält jeder im Meeting eine Schachtel voll von Frauensachen (von Enthaarungswachs über Strumpfhosen bis hin zu Maskara....) und die Aufgabe, sich über eine Kampagne zu einem dieser Produkte Gedanken zu machen. Nick kann sich erst nach einer Flasche Wein dazu überwinden und kommt dann aber derart in Fahrt, dass er beschliesst, gleich alles auszuprobieren. Nur leider wird er dabei von seiner eigenen Tochter überrascht und im Versuch, sich zu verstecken, endet er samt laufenden Föhn in der Badewanne.

Als er am nächsten Morgen wieder aufwacht, scheint sich nicht viel geändert zu haben, aber schon bald muss Nick feststellen, dass er plötzlich die Fähigkeit hat, all das zu hören, was Frauen denken. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten sieht Nick dann doch, wie er diese Tatsache zu seinem Nutzen auswerten kann...

Allein schon die erste Szene mit Mel Gibson ist das Geld wert, das man daführ bezahlt hat, um ins Kino zu kommen. Die Gestik und Mimik von Nick, dem Macho, der noch im Bett liegt und mit seiner Haushälterin flirtet, ist brilliant. Es ist überhaupt eine Freude, Mel Gibson in diesem Film zuzuschauen. Er spielt und tanzt (!) einfach brilliant und es ist herrlich zu sehen, wie aus dem anfänglichen Macho und Ekel plötzlich doch ein ganz netter Kerl werden kann. Leider spielt er dabei auch seine Mitspieler in den Schatten, aus dem auch Helen Hunt nicht herauszutreten vermag.

Aber leider kann die Story im Film nicht ganz das halten, was der Anfang und die Schauspieler versprechen. Anfänglich brilliant und wirklich eine Freude, im Kino zu sitzen, verflacht das Ganze zunehmend und die letzte halbe Stunde wird der Zuseher fast ausschliesslich mit Stereotypen und (mehr oder weniger) vorhersehbaren Ereignissen gequält. Trotzdem ist es ein Film, der sich lohnt, gesehen zu werden.