Under Suspicion
© April 2001 Aleks

Under Suspicion

Originaltitel: Under Suspicion

Everyone has secrets. Some of them are crimes.

Director: Stephen Hopkins
Morgan Freeman, Gene Hackman, Monica Bellucci, Thomas Jane

Runtime: 110 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Morgan Freeman und Gene Hackman gemeinsam in einem Film! Ein Umstand, der die Erwartungen schon im Vorfeld sehr hoch schraubt. Anscheinend etwas zu hoch, denn gezeigt werden neben einer sehr dichten Story, starken Dialogen und viel Atmosphäre auch einige logische Schwächen. Aber, zurück zum Anfang der Dinge...

Henry Hearst (Gene Hackman) ist ein angesehener Rechtsanwalt, der auf einer Fund-Raising Party für Obdachlose Kinder Spenden bei der elitären Schicht „eintreiben“ soll. Er lebt gemeinsam mit seiner wunderschönen Frau Chantal (Monica Bellucci), und die beiden sind das Traumpaar schlechthin! Reich, erfolgreich und schön (bzw. im Falle von Gene Hackman, schön alt).

Gerade als die beiden zu der Party aufbrechen wollen, erhält Mr. Hearst einen Anruf von Capt. Victor Benezet (Morgan Freeman), und wird noch einmal auf das Polizeirevier gebeten, um einige Unklarheiten bezüglich eines Mordes an einem 13-jährigen Mädchen zu erörtern. Nur widerwillig stimmt er zu und nachdem er seine Frau zu der Party begleitet hat, macht er sich umgehend auf den Weg in die (zum Glück) gleich gegenüberliegende Polizeistation.

In der anschließenden Befragung verstrickt sich Mr. Hearst mehr und mehr in Unklarheiten und vermeintlichen Falschaussagen und es verhärtet sich der Verdacht, dass er etwas zu verheimlichen versucht. Nach und nach kommen immer mehr seiner Geheimnisse ans Tageslicht und Mr. Hearst steht bald unter Verdacht zwei kleine Mädchen vergewaltigt und ermordet zu haben.

Wie schon anfangs erwähnt, kann man den beiden Schauspielern nur ein Kompliment für die wirklich gelungene Darstellung der beiden Charaktere machen. Ein wirklich gelungenes Wechselspiel zweier großer dieser Zunft. Doch auch die Nebendarsteller Monica Belluicci und „Bad Cop“ Thomas Jane spielen überzeugend.

Leider wird der Sehgenuß durch einige Ungereimtheiten geschmählert. So erfährt man nichts über die anscheinend lange Freundschaft von Henry Hearst und Victor Benezet, die sich den ganzen Film lang duzen. Weder warum der Film auf Porto Rico angesiedelt ist, wo die beiden doch offensichtlich Amerikaner sind, noch auf die genaueren Hintergründe dafür wird eingegangen. Auch der Schluß gibt manches Rätsel auf. Interpretationsmöglichkeiten für Mr. Hearst’s Handlungsweise gibt es somit einige, ohne jedoch richtig schlüssig und richtig zu wirken.

Nichtsdestotrotz eine Empfehlung schon allein der Dialoge und der Atmosphäre wegen. Sehr gut gefallen hat mir die Verschmelzung von Erinnerungen an ein Geschehen in Kombination mit dem Verhör. So ist bei den Rückblenden jedesmal Captain Benezet anwesend und teilt die Erinnerung mit seinen Verhörpartnern.

Ebenfalls eine Erwähnung wert ist die lateinamerikanische Musikuntermalung die den Film sehr stimmungsvoll unterstreicht.