Der Schuh des Manitu
© Aleks

Der Schuh des Manitu

Originaltitel: Der Schuh des Manitu



Director: Michael "Bully" Herbig
Michael "Bully" Herbig, Christian Tramitz, Sky Dumont, Marie Bäumer

Runtime: 87 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
Deutschland 2001



Da glaubt man nun schon viel gesehen zu haben, aber es gibt wohl immer wieder ein paar neue Überraschungen. Doch mag hier das Wort „Überraschung“ falsch gewählt erscheinen, verbirgt sich doch dahinter nur warme, leere, regelrecht abgestandene Luft. Doch immerhin schaffte der „Der Schuh des Manitu“ in Österreich ein Rekordeinspielergebnis, wobei einerseits sich Besucher dieses Filmes lachend auf die Schenkel klopften und andererseits die Zunft der Filmkritiker ihren Beruf in Frage zu stellen begann.

Somit richtet sich diese Kritik wohl mehr an jene Minderheit, die den Film noch nicht gesehen hat und somit werde ich im weiteren nur rudimentär auf die ebensolche Handlung eingehen.

Abahachi (Michael „Bully“ Herbig) nimmt bei dem Immobilienmakler Santa Maria (Sky Dumont) einen Kredit auf, um sein zukünftiges Lokal zu finanzieren. Der Deal geht schief, der Schoschonen-Häuptlingssohn ging dabei zu Manitu, was den ganzen Stamm gegen Abahachi aufbringt. Während diese eifrig den Klappstuhl ausgraben, erinnert er sich an einen alten Indianerschatz, mit dem doch vortrefflich die Schuld abbezahlt werden könnte.

Und so macht er sich zusammen mit Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) auf, die einzelnen Kartenteile zu suchen, verfolgt von den blutgierigen Schoschonen und dem fiesen Santa Maria.

Eventuell wird einigen Lesern die „Bullyparade“ ein Begriff sein, aus der ja die Grundidee für diesen Film gereift ist. Doch was in der Bullyparade durchaus für Kurzweil sorgen kann (man merke auf: die Betonung liegt auf KURZ), wirkt auf 90 Minuten aufgebläht unendlich langweilig. Denn mehr Witzpotential hat auch dieses Machwerk nicht, und während immer wieder die gleichen Scherze wiedergekäut werden, und das Pseudo-schwuchtelige Gelaber von Winnietouch einem den letzten Nerv raubt, beginnt man über die vielen verpassten Möglichkeiten des Lebens nachzudenken, die einem in diesen 90 Minuten gerade entgangen sind.

Zu guter letzt sei noch auf Sky Dumont hingewiesen, der seine Rolle als Bösewicht wirklich auszufüllen vermag und dessen Scherze auch zum Lachen stimulieren.

Der Rest ist wirklich nicht der Rede wert.