Mononoke Hime (Prinzessin Mononoke)
© April 2001 Aleks

Prinzessin Mononoke

Originaltitel: Mononoke Hime (Prinzessin Mononoke)

The Fate Of The World Rests On The Courage Of One Warrior.

Director: Hayao Miyazaki


Runtime: 145 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
Japan 1997

Zeichentrickfilmen, vor allem aus Japan, hängt leider auch heute noch das typische Heidi-Image an, dass sich anscheinend in den Köpfen vieler Europäer festgesetzt hat. Doch schon seit langem, haben die modernen Animes nichts mehr mit den Kinderfilmen von damals zu tun, und sind ernstzunehmende Unterhaltung für Erwachsene geworden, man denke nur an "Akira" oder "Ghost in the Shell". Unglaublich aufwendige und teuere Animationen und Effekte machen diese Filme zu einem einzigartigen Genuss für Aug' und Ohr.

Mit "Prinzessin Mononoke" hat es nun endlich einer der erfolgreichsten Animes aus Japan (dort einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten) endlich auch in die Kinos Österreichs geschafft. Hayao Miyazaki entführt uns in eine Zeit in der Japan noch von undurchdringlichen Wäldern bedeckt war in denen die alten Götter lebten.

Ashitaka, ein Nachkomme der königlichen Familie der Emishi ("Ureinwohner" Japans), rettet sein Dorf vor dem Angriff eines Dämonen, wird dabei aber verletzt. Die Berührung mit dem Dämon hinterließ eine Wunde, die sich immer weiter ausbreiten und ihn schließlich töten wird. Er akzeptiert sein Schicksal und verlässt das Dorf, um die Ursache für den Angriff des Dämonen, und eventuell ein Heilmittel, zu suchen. Ashitaka verlässt sein Dorf gen Westen und wird bald Zeuge eines Überfalls auf einen Versorgungstransport, der Lebensmittel zur Eisenhütte der Lady Eboshi bringen sollte. Er findet zwei Überlebende im Fluss und bringt sie zurück zu deren Lager (der Eisenhütte) und trifft auf Lady Eboshi, die nicht nur für den Dämonen verantwortlich ist, sondern auch den Herrn des Waldes erschießen möchte, damit seine Macht die Kranken des Lagers heilen kann. Das Lager wird andauernd von dem Wolfsmädchen San (Prinzessin Mononoke) angegriffen, einer Tochter der mächtigen Göttin Moro, die es sich zur persönlichen Aufgabe gemacht haben, das Lager und alle Einwohner zu vernichten, um den Wald zu retten.

Die Lage spitzt sich immer mehr zu, vor allem durch die Ankunft des Okkoto, der 500 Jahre alte blinde Gott der Wildschweine, und seiner Kindern. Er besteht darauf sein Leben und das aller anderen in einem gewaltigen Angriff auf die Menschen zu riskieren. Doch die Menschen erwarten genau diesen Angriff und bereiten sich mit Minen und Feuerwaffen darauf vor.

Prinzessin Mononoke besticht durch seine fabelhafte Geschichte und durch seine stimmungsvollen Bilder. Der Kampf zwischen Mensch und Natur, avanciert zu einem Kampf zwischen Gott und Technik, wobei die Technologie sogar in der Lage ist, selbst einen Gott zu verderben und zu töten.

Doch fehlt es an einer eindeutigen Trennung zwischen gut und böse. Lady Eboshi, die sich nicht davon abringen lassen will, den Herr des Waldes zu töten, tut es aus einem guten Grund, nämlich ihren kranken Freunden und Arbeitern zu helfen. Die Männer und Frauen des Lagers verehren sie, ob ihrer Gutherzigkeit.

San, die auf der Stelle jeden Menschen umbringen würde, tut dies aus Rache gegen all die Frevel der Menschen wider der Natur.

Zum Schluss erkennen alle ihre Fehler und es widerfährt ihnen die gerechte Strafe. Sie sehen ein, dass ihr Handeln falsch war, und versuchen aus ihren Fehlern zu lernen.

Wie schon anfangs erwähnt, ist der Film ein einziges Erlebnis. Er ist hervorragend gezeichnet und die stimmungsvolle Musik unterstützt die Bilder vorzüglich. Ein Film mit Aussage, und eine eindeutige Empfehlung an alle, die sich auch nur entfernt für fernöstliche Mythologie interessieren.