Men of Honor
© April 2001 Thompson

Men of Honor

Originaltitel: Men of Honor

History is made by those who break the rules.

Director: George Tillman Jr.
Robert De Niro, Cuba Gooding Jr., Charlize Theron, Michael Rapaport, Aunjanue Ellis

Runtime: 128 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Basierend auf einer wahren Geschichte. Das muss bei diesem Film wirklich vorausgeschickt werden, damit die Zuseher die Langatmigkeit mancher Szenen verstehen können. Denn auch wenn der Drehbuchschreiber Scott Marshall Smith an Carl Brashears (Cuba Gooding Jr.)) Leben ein wenig herumgefeilt haben wird, die Eckdaten waren schon vorhanden und konnten einfach nicht umgangen werden.

Aber der Reihe nach:

Carl Brashear ist als Sohn eines Landarbeiters von Kentucky fest entschlossen, ein besseres Leben zu haben als sein Vater und deswegen (und weil er ein begnadeter Schwimmer ist) unterschreibt er bei der Marine. Diese hat jedoch anfangs nur einen Job als Kartoffelschäler für ihn übrig. Nach hunderten von Bewerbungsschreiben wird Carl endlich in die Tauchschule aufgenommen, muss aber feststellen, dass die fünfziger Jahre nicht unbedingt die beste Zeit für einen Schwarzen sind. Der Rassismus ist am Camp überall zu spüren und auch sein Ausbildner Billy Sunday (Robert De Niro) zeigt ihm ganz klar, was er von ihm hält. Dennoch bleibt Carl stur, trainiert fleissig und schafft es dann im Endeffekt sogar noch, seinen Traum, "Master Chief Diver" zu werden zu verwirklichen.

Wie schon eingangs erwähnt, die Tatsache, dass der Film auf der wahren Lebensgeschichte von Carl Brashear beruht, macht es dem Film nicht leichter. Eigentlich sogar schwerer, denn völlig unrealistische Sachen und Logiksprünge mussten vermieden werden. Klar, die Gerichtsverhandlung am Ende des Films wird in dieser Form mit Sicherheit nicht stattgefunden haben und auch die anderen Charaktere in diesem Film haben Nuancen, die sie in Wirklichkeit nicht hatten, aber dennoch, das Grundgerüst für den Film bestand schon, bevor Scott Marshall Smith überhaupt einen Finger gerührt hatte.

Cuba Gooding Jr. und Robert De Niro sind auch die einzigen Charaktere in diesem Film, die ob ihrer Leistung auch erwähnt werden sollten. Ihre Leistung ist gut und man kann beiden ihre Rolle ausgezeichnet abnehmen. Endlich hat Cuba Gooding Jr. auch wieder einen Film gefunden, der ansehlich ist, denn seine letzten Filme, allen voran The Chill Factor waren nicht unbedingt eines Oscar-Gewinners würdig.

Alles in allem gibt es sicherlich ein Publikum auch für diesen Film, aber wer auch immer in diesen Film geht, muss auf langatmige Szenen, wenige Überraschungen und eine unkomplizierte Story gefasst sein. Wer auf Lebensverfilmungen (mit Happy End) steht, dem wird auch dieser Film gefallen, allen anderen werden die 2 Stunden doch relativ lang vorkommen.