Little Nicky - Satan Junior
© Februar 2001 The Eye

Little Nicky

Originaltitel: Little Nicky

You know his number. You know his name. And now, you will meet ... his son.

Director: Steven Brill
Adam Sandler, Patricia Arquette, Rhys Ifans, Harvey Keitel, Quentin Tarantino, Ozzy Osbourne

Runtime: 90 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Kurzkritik für eilige: Absolut entbehrlicher Klamauk auf tiefstem Niveau, jedenfalls in der deutschen Fassung.



Länger:

Adam Sandler scheint damit zufrieden zu sein, für den Rest seines Lebens auf dämliche Rollen festgelegt zu werden, denn anders kann ich mir seine Filme nicht erklären .. Andererseits wird er wohl genug Geld damit verdienen. Doch auch Adam Sandler selbst hat schon lustigere Filme (mit etwas mehr Niveau) gemacht als diesen, Happy Gilmore beispielsweise war gar nicht mal so schlecht.

Hier jedoch hat er wieder in die unterste Schublade gegriffen. Zur Handlung:

Die Hölle ist eigentlich ein ganz netter Ort, es werden zwar Seelen gequält, aber immer irgendwie mit einem Augenzwinkern. Der Ober-Teufel (Harvey Keitel), Sohn des legendären Luzifer, sollte eigentlich nach 10000 Jahren Herrschaft den Thron an einen seiner drei Söhne übergeben. Das sind zwei klassische Teufel, und der etwas zurückgebliebene Nicky (Adam Sandler), der in früher Jugend einmal eine Schaufel ins Gesicht bekommen hat und daher den ganzen Film lang mit einer peinlichen Grimasse und einem anstrengenden Sprachfehler herumläuft.

Papa Teufel will jedoch weiterregieren, woraufhin Sohn eins und zwei wütend werden und auf die Erde fliehen. Von dort muß man sie zurückholen, und das soll Nicky besorgen. Auf der Erde erfährt er tatkräftige Unterstützung durch Beefy den Hund, zwei Heavy Metal-Jünger und last not least Ozzy Osbourne himself.

Der Rest ist billigster, dämlichster Klamauk, der teilweise so viel schlechten Geschmack aufweist (zB Adolf Hitler, der in der Hölle ein schwarz-weisses Dirndl tragen muß und vom Höllenfürst persönlich jeden Tag eine ganze Ananas rektal appliziert bekommt), daß man sich wiedermal Sorgen um den geistigen Zustand der Welt machen sollte. Schliesslich findet der Streifen regen Zuspruch.

Der einzige Lichtblick sind einige Gastauftritte berühmter Menschen, beispielsweise Harvey Keitel als Ober-Teufel, Quentin Tarantino als blinder Prediger oder Ozzy Osbourne as himself.

Nun ja, wer Something about Mary und American Pie lustig fand, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Der aufgeklärte Rest der Menschheit windet sich vor geistigen Schmerzen. Angeblich soll ja die englische Originalfassung ganz gut sein. Nach Betrachtung der Synchronfassung (wie bei so vielen Komödien absolut deutsch-deutsch dümmlich, so hören beispielsweise die beiden Metal-Jünger "geile Mucke" ... nun ja, der geneigte Leser mag sich selbst ein Bild machen) fällt es mir jedoch extrem schwer, das zu glauben.