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Harry meint es gut mit dir
© April 2001 Mario
Michel (Laurent Lucas) und Claire (Mathilde Seigner) fahren gemeinsam mit ihren drei Kindern in den Urlaub. Ziel ist ihr halbfertiges Ferienhaus in den Bergen. Es ist heiss und die Kinder im Auto beginnen schon bald zu quengeln. Während einer kurzen Pause an einer Autobahnraststätte trifft Michel seinen alten Schulfreund Harry (Sergi López). Michel kann sich an Harry nicht erinnern, Harry hingegen bestens, besonders an Michel's Gedichte in der Schülerzeitung. Schon kurz darauf lädt sich der neureiche Harry mit Freundin Prune (Sophie Guillemin) in deren Ferienhaus ein. Es wird alsbald offensichtlich, dass der Urlaub der reinste Stress für Vater und Mutter ist, und Harry bietet seine Hilfe an. Als Michel's Auto kaputt geht kauft ihm Harry einfach ein neues. Er ist der Meinung, dass es für jedes Problem eine einfache Lösung gibt und nimmt sich Michel's Probleme an. Als Michel ihm berichtet, dass seine Eltern ihn manchmal nerven und diese kurze Zeit darauf einen Autounfall erleiden wird Michel jedoch misstrauisch, doch Harry scheint erst dann zufrieden zu sein, wenn alle Probleme Michel's gelöst sind.
"Harry meint es gut mit dir", ein Thriller französischer Machart besticht durch sein ausgeklügeltes Drehbuch, das die Spannung stetig ansteigen lässt und in einem für mich überraschenden Finale mündet. Schauspielerisch erwähnenswert ist vor allem Sergi López, der den zwiespältigen Harry hervorragend portraitiert. Der Geschichtsaufbau erinnerte mich an den ebenfalls sehenswerten Psychothriller "The talented Mr. Rippley" (1999) und Hitchcock's "Strangers on a Train" (1952). Moll's Regie verdient es durchaus mit der von Hitchcock verglichen zu werden. Dieser Film ist sicherlich nicht derart, dass man sich die Hände vor's Gesicht halten muss. Vielmehr werden eine sich langsam aufbauende Spannung und Momente der Heiterkeit geboten. | ||||||