Hannibal
© Februar 2001 Aleks

Hannibal

Originaltitel: Hannibal

Break The Silence

Director: Ridley Scott
Anthony Hopkins, Julianne Moore, Ray Liotta, Gary Oldman, Giancarlo Giannini

Runtime: 131 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2001

Einer Fortsetzung hängt immer der Geruch einer reinen Geldmacherei an. Zu oft schon waren die nachfolgenden Teile einfach nur billig und schnell abgedreht, mit wenig, oder noch weniger Handlung, und ein paar Spezialeffekten mehr.

Das Schweigen der Lämmer war ein sehr erfolgreicher Film über den Massenmörder Hannibal Lecter, mit "leicht" kannibalistischen Neigungen. Inwiefern dieser Film jetzt eine Fortsetzung braucht oder nicht, darüber läßt sich wie immer streiten.

Doch kurz zum Handlungsfaden. Wie wir uns alle erinnern, half Dr. Lecter (Anthony Hopkins) der jungen FBI Agentin Clarice Starling (Jodie Foster), damals dessen geisteskranken ehemaligen Patienten dingfest zu machen, was dieser schließlich zu einiger Berühmtheit verhalf. Dr. Lecter entkam und genehmigte sich ein gutes Abendessen mit dem ehemaligen Gefängnisdirektor.

Jahre später geht es mit der Karriere von Agent Starling (Julianne Moore) bergab. Dr. Lecter hält sich derweil in Florenz auf und versucht sich im normalen öffentlichen Leben, indem er sich um eine Stelle als Bilbliotheks Kurator bewirbt. Ein Opfer Dr. Lecters, Millionär Mason Verger (Gary Oldman) nimmt jedoch Kontakt mit Agent Starling auf und veranlasst sie, wieder nach ihm zu suchen. Der Einstieg in die Handlung erfolgt sehr actionreich, jedoch wird der Film zunehmend ruhiger, kann aber seine Spannung weiterhin erhalten.

Während des ganzen Films gleitet man auf ebendieser Spannungswoge dahin, immer unterstützt und begleitet von der subtilen und bösartigen Aura des Hannibal Lecter, sehr gut unterstrichen von Hans Zimmers Musik und Johann Sebastians Bachs Stücken. Sein Creszendo erreicht der Film beim sprichwörtlichen letzen Abendmahl mit Staatsanwalt Paul Krendler (Ray Liotta), wobei darauf hingewiesen werden muß, dass diese Szene wirklich beinhart ist. Am Ende des Filmes kommt es noch zu einer eher unnötigen Szene im Flugzeug, aber das sollte jeder für sich entscheiden.

Um den Kreis mit der Einleitung abzuschliessen: Die Fortsetzung des Schweigens der Lämmer zeigt uns nun das, was wir uns beim ersten Teil nur vorzustellen wagten. Ridley Scotts atmospährische Umsetzung hat auf jeden Fall ihre Stärken und guten Momente, kann aber meiner Meinung nach nicht mit der unglaublichben Spannung des Vorgängers konkurrieren.