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Forrester - Gefunden!
© März 2001 Thompson
William Forrester (Sean Connery) ist ein schottischer Schriftsteller, der vor fast 50 Jahren sein einziges Buch veröffentlicht hat. Aber das hatte es in sich. Er gewann den Pulitzerpreis, jeder Amerikaner kennt das Buch, der Autor selber verschwand dann allerdings von der Bildfläche. Und er würde sich freiwillig auch nicht mehr zeigen, wenn nicht der schriftstellerisch begabte junge Jamal Wallace (Robert Brown) im Zuge einer Mutprobe in seine Wohnung einsteigen würde. Allerdings lässt er dann seinen Rucksack mit vollgekritzelten Notizblöcken zurück, anstatt seinen Kollegen auf der Strasse einen Beweis zu bringen.
William Forrester nun liest sich die Notizblöcke durch, erkennt das aussergewöhnliche Talent dahinter und beginnt, wie es bei solchen Geschichten üblich ist, den Jungen zu fördern. Die Wirkung geht sogar so weit, dass die Lehrer in seiner neuen Schule daran zweifeln, ob die abgegebenen Zeilen wirklich von ihm stammen, denn ein Basketballer - und die nur Tatsache, dass er nebenbei noch ein begnadeter Basketballspieler ist, hat Jamal eigentlich die Tür in eine der angesehensten Privatschulen New Yorks geöffnet - kann doch unmögliche so gut schreiben. Der Rest von der Geschichte ist mehr oder weniger nun eh bekannt. Auch wenn sich nach obiger Zusammenfassung die Geschichte wie der hunderste Aufwasch von alten Themen anhört, so ist dem nicht so, denn Sean Connery und Robert Brown (in seiner ersten Rolle!) machen aus dem Film etwas besonders. Beide spielen elektrisierend und intensiv, auch wenn Sean Connery die Rolle des greisen Schotten auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Die Kameraführung ist unauffällig und unspektakulär. Störend an diesem Film ist eigentlich nur die Tatsache, dass immer wieder Nebenhandlungen aufgerissen werden, die dann allerdings nicht weiter verfolgt werden. Das beste Beispiel dafür ist das erste Zusammentreffen Jamal mit John Hartwell auf dem Basketballplatz wo wir erkennen dürfen, dass zwar beide Schüler begnadete Basketballspieler sind, sich allerding überhaupt nicht ausstehen können. Es gibt noch eine zweite Szene mit diesem Inhalt, aber dann plötzlich, beim Endspiel um die Meisterschaft, ist nichts mehr von der Rivalität zu sehen und auch ausserhalb des Platzes scheinen sich die beiden gut zu verstehen. Zusammengefasst kann man sagen, dass der Film von den brillianten Schauspielern lebt, die die ruhige, unauffällige Story so umsetzen können, dass die meisten der Zuseher gefesselt bleiben werden. | ||||||