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Evolution
© Juli 2001 Thompson
Es passiert, was statistisch nur etwa alle tausend Jahre (oder sogar noch seltener) passiert: Ein Komet schlägt auf. Und er hat der Erde sogar noch Besucher mitgebracht: Eine ausserirdische Lebensform, die sich rasend schnell entwickeln kann. Wofür die Erde Millionen von Jahren gebraucht hat, schaffen diese Ausserirdischen in wenigen Wochen. Und der Sprung vom Ein- zum Mehrzeller ist innerhalb von Stunden geschafft. Diese Ausserirdischen werde von den College-Lehrern Ira Kane (David Duchovny) und Harry Block (Orlando Jones) entdeckt und sie erhoffen, damit zumindest für den nächsten Nobel-Preis nominiert zu werden. Allerdings haben sie nicht die Rechnung mit der amerikanischen Regierung gemacht, die in diesem Spiel natürlich auch mitspielen will und die Armee hinschickt.
David Duchovny scheint von der Rolle des Ausserirdischen-Jägers noch nicht immer ganz wegzukommen, denn nach seiner Jagd in den X-Files ist er auch hier wieder hinter Ausserirdischen her. Und der Film schafft es sogar noch, hin und wieder einen kleinen, netten Seitenhieb auf die X Akten zu werfen. Er spielt hier recht überzeugend den von der Regierung schon gefeuerten Wissenschaftler. Gemeinsam mit Orlando Jones (bekannt aus Helden aus der zweiten Reihe, Double Take oder Teuflisch) geben sie ein brilliant funktionierendes Paar ab, dem man auch anmerkt, dass sie schon beim Drehen sehr viel Spass gehabt haben müssen. Julianne Moore zeigt in diesem Film, dass sie nicht nur als FBI-Agentin (siehe Hannibal) eine gute Figur abgibt, sondern dass sie auch eine recht passable Komödiantin ist, auch wenn ihre Figur in Evolution leider recht eindimensional bleibt. Das liegt allerdings weniger an Juliane Moore als mehr am eher ideenlosen Drehbuchautor. Und Seann William Scott hat die Rolle von Mensch, die er so gut wie in allen Filmen bisher verkörpert hat, nun natürlich völlig intus. Die Abteilung für Spezialeffekte hat in diesem Film gute Arbeit geleistet, ohne allzuviel auf den Computer zurückzugreifen. Die Aliens sind grösstenteils schon fast "herzig", wie wir es in einer Szene im Film auch miterleben. Schon die Tatsache, dass hier Ivan Reitman Regie geführt hat, lässt den Zuseher in etwa erahnen, was ihn in diesem Film erwartet, denn Reitman hat die Welt schon vor über 15 Jahren mit Ghostbusters beglückt. Auch hier habe wir wieder eine Spur von Ghostbusters, wenn auch nicht ganz so genial. Und die Geister sind auch "nur" eine ausserirdische Lebensform. Schleim gibt es diesmal aber keinen. Der Film schafft es aber, lustig zu sein, ohne auf tiefe Witze zurückgreifen zu müssen. So ist der Film im Endeffekt gute bis obere Mittelklasse: zu gut um von der Kritik völlig zerrissen zu werden, zu schlecht, um ein Highlight dieses Sommers zu werden. | ||||||