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Der Fall Mona - Mordfall, Unfall oder Glücksfall?
© Mai 2001 Thompson
Mona Dearly (Bette Midler) ist tot. Gestorben dadurch, dass ihr Auto ohne Bremsen über eine Klippe in einen See gesegelt ist. Schon sehr bald stellt sich heraus, dass das kein gewöhnlicher Verkehrsunfall war, sondern dass die Bremsleitungen am Auto manipuliert worden sind. Aber was soll man tun, wenn man Sherriff in einer Kleinstadt ist, die sich zum einen dadurch auszeichnet, dass so gut wie alle Einwohner Yugos fahren (Grund dafür ist ein Jahre zurückliegender Marktforschungstest) und zum anderen dadurch, dass alle - wirklich alle!!! - Einwohner Mona Dearly gleichermassen hassten.
Dennoch nimmt Sherriff Wyatt Rash (Danny deVito) seinen Beruf ernst und unternimmt alles mögliche, um den Mordfall aufzuklären. Etwas problematischer für ihn wird die ganze Geschichte erst dann, als sich herausstellt, dass auch Bobby (Casey Affleck), sein Schwiegersohn in Spe ein sehr gutes Motiv hatte, Mona um die Ecke zu bringen. Genauso sehenswert in diesem Film sind die ganzen kleinen Anspielungen und kurzen Witzeleien der Personen, die nicht so im Rampenlicht stehen (z.B. die unterschliedlichsten Thesen darüber, wie Jeff Dearly seine rechte Hand verloren hat). Die meisten der Schauspieler geben ein sehr gutes Bild ab. Allen voran natürlich Danny DeVito, der diesen Film auch mit produziert hat. Seine Leistung als Cop, der einen Fall aufklären will, den eh niemand aufgeklärt haben will, ist ziemlich beeindruckend. Das zweite Highlight neben Danny DeVito ist mit Sicherheit Jamie Lee Curtis die die alternde und kettenrauchende Kellnerin Mona spielt. Wenn man sie im Film sieht, könnte man glauben, sie hat ihr ganzes Leben lang nichts anderes gemacht als in einem Provinzkaff an einer Bar zu arbeiten und eine Zigarette nach der anderen anzuzünden. Genauso überzeugend ist auch Bette Midler selber und jeder, wirlich jeder im Kino wird sie genauso hassen wie die 460 Einwohner Verplancks. Die Musik entführt uns wieder zurück mitten in die Achtziger Jahre. Es ist doch immer wieder überraschend, wenn man plötzlich "Popcorn" im Kino hört und nicht wie normalerweise vielleicht maximal zu Hause auf einer versteckten Kassette. Sie ist auch immer passend und drängt sich nie wirklich störend in den Vordergrund. Der einzige wirkiche Kritikpunkt an diesem Film betrifft das Ende. Irgendwie scheint es fast, als ob dem Drehbuchautor zjm Schluss die Ideen ausgegangen wären oder aber dass er dringend den Film hätte zu Ende führen müssen. Denn plötzlich, innerhalb kürzester Zeit schafft es Wyatt Rash einen Verdächtigen aus dem Ärmel zu zaubern mit dem eigentlich niemand gerechnet hatte und dessen Motiv auch mehr als fragwürdig ist. Genauso unverständlich ist es auch, dass er, der vorher noch so korrekte Sherriff, um seiner Tochter willen einen Mordversuch "übersieht". Dennoch kann der Besuch dieses Films nur empfohlen werden. Der Humor ist zwar zum Teil dunkelschwarz eingefärbt, wird aber nie derb. All das macht den Film doch recht sehenswert. | ||||||