Dracula 2000
© April 2001 Thompson

Dracula 2000

Originaltitel: Dracula 2000

The most seductive evil of all time has now been unleashed in ours.

Director: Patrick Lussier
Jonny Lee Miller, Justine Waddell, Colleen Fitzpatrick, Gerard Butler, Christopher Plummer

Runtime: 99 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000



Alle Jahre wieder mit schöner Regelmässigkeit wird uns ein neuer Film über Dracula präsentiert. Und nicht jeder ist gut. Nicht jeder ist originell. Nicht jeder ist sehenswert. Ich will jetzt nicht sagen, dass dieser Film die grosse Ausnahme darstellt, aber immerhin kann ich soweit gehen, zu sagen, dass Wes Craven (bekannt zumindest von der Scream-Trilogie) die alte wohlbekannte Suppe nicht nur wieder aufgekocht hat, sondern dass er dem Rezept einige neue Zutaten hinzugefügt worden hat, die der Suppe nicht schlecht tun.

Aber zur Geschichte: der Antiquitätenhändler Abraham van Helsing (Christopher Plummer) lebt in London recht gut von seinem Geschäft. Eines Tages dringen aber Diebe in seinen Safe ein und mangels Alternativen nehmen sie den dort lagernden Sarg mit, der natürlich Dracula enthält. Beim Öffnen dieses Sarges läßt sich Dracula dann nicht zwei mal bitten und er entflieht in die Freiheit, nur um sich in New Orleans zur Zeit des Mardi Gras Festivals wiederzufinden. Um die Welt von dem Übel wieder zu befreien, macht sich auch Van Helsing auf nach New Orleans, gefolgt und unterstützt von seinem Gefährten Simon Shepperd (Jonny Lee Miller). Wie es scheint, hat es Dracula nun zufällig auf die schöne junge Tochter Van Helsings (Justine Waddell) abgesehen.

Zugegeben, an der Grundstruktur der Geschichte gibt es nicht viel zu ändern, das wird in diesem Film gleich sein wie in fast allen anderen Filmen über Dracula. Aber trotzdem hat es sich verdient gemacht, dass Wes Craven Hand angelegt hat an diesem Film. Das einzige Überraschende an der Story ist die Geschichte Draculas und die neue Erklärung, warum er auf die Bibel sowie auf Silber mehr als allergisch ist und warum es bisher noch niemand geschafft hat, ihn umzubringen.

Auch die schauspielerische Leistung der meisten Darsteller (Jonny Lee Miller bildet hier eine Ausnahme) wird wenigen Leuten als Glanzstück in Erinnerung bleiben. Justine Waddell ist zwar nett anzuschauen (vor allem, wenn sie das Virgin Megastore Shirt trägt), aber das allein ist doch noch ein bisschen zu wenig.

Was wieder einmal genau gepasst hat, ist die Musik, die zwar hart ist, aber passend. Nett ist auch die Szene, in der sich Dracula ein Stück des Videos von Monster Magnet anschaut und dieses "nett" findet.

So kann man sagen, dass der Film zwar nicht wirklich viel sehenswertes zu bieten hat, dennoch werden vor allem jene, die etwas auf trashigere Filme stehen, die anderthalb Stunden geniessen.