![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
The Dish
© Juni 2001 Thompson
Mitten in der australischen Pampa, umgeben von grossen Schafsherden (wie das in Australien eben so üblich ist), steht das größte Radioteleskop der südlichen Hemisphere. Zumindest 1969, in dem Jahr, in dem der Film spielt, war es das größte Teleskop.
Wir haben also das Jahr 1969 und die Amerikaner sind gerade dabei, endlich den ersten Menschen auf den Mond zu schicken. Ambitioniert wie sie sind, wollen sie dies nicht nur schaffen, sie haben auch vor, live-Bilder von diesem Unterfangen auf die Erde zu schicken. Um nun aber 24 Stunden am Tag Sicht auf den Mond zu haben, bedurften die Amerikaner der Hilfe Australiens. Nun kommt also unser Teleskop ins Spiel und natürlich richtet sich das ganze Augenmerk eines ganzen Kontinentes auf die winzige Ortschaft, in dem es steht. Der Film lässt uns nun die letzten Schwierigkeiten miterleben, die das vier-köpfige Team durchstehen muss, bevor feststeht, dass die Übertragung ein voller Erfolg war (natürlich war sie das!). Aus der Story war nicht wirklich viel herauszuholen und so plätschert sie die meiste Zeit auch recht gemütlich dahin. Hin und wieder gibt es recht witzige Szenen (z.B. als die "amerikanische" Nationalhymne gespielt werden soll - allerdings sollte diese Szene wahrscheinlich dem Zuseher noch einmal vor Augen führen, dass wir uns hier wirklich im hintersten aller hinteren Winkel Australiens befinden - oder aber der sich durch den ganzen Film ziehende Versuch eines jungen Soldaten, mit der Tochter des Bürgermeisters ausgehen zu können, oder die Tatsache, dass das Teleskop bei Nichtgebrauch als Cricket-Feld herhalten muss (wir sind in Australien!)), aber diese sind doch eher dünn gesäht. So bleiben noch die vier Hauptdarsteller, die natürlich einander so verschieden sind, wie es nur geht. Wir haben einmal den jungen Technik-Freak Glenn Latham (Tom Long der mich andauernd an den jungen Jerry Lee Lewis erinnert hat), der ganz in seiner Technik aufgeht, den Mut aber nicht aufbringen kann, das Mädchen seiner Träume endlich mal anzusprechen (dafür nimmt er jedoch aus Eitelkeit immer wieder die Brillen ab, wenn er sie trifft), dann haben wir den leicht verhärmten und doch liebenswerten Chef Cliff Buxton (Sam Neill), den überkorrekten Techniker Al Burnett (Patrick Warburton) von der NASA sowie den lokalen Techniker, der mit dem Techniker der NASA konkurriert. Aber am Ende, als Not am Mann ist, finden die vier Männer zueinander und schaffen es, die Übertragung reibungslos vonstatten gehen zu lassen. Irgendwie scheint es so, als ob dem Drehbuchschreiber nicht wirklich viel zu der dünnen Story eingefallen ist, denn wie anders ist es zu erklären, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil des Films aus Originalbildern von der Mondlandung stammt. Diese Bilder (wir sehen natürlich auch Neil Armstrong, als er seinen längst schon zum Klassiger gestempelten Satz spricht "Diese ist nur ein kleiner Schritt für mich, aber ein grosser Schritt für die Menschheit") mögen ja wirklich interessant sein, aber rein zur Story tragen sie nichts bei. So ist der Film zwar recht nett anzuschauen, aber das kann man auch mal an einem Sonntag Nachmittag im Fernsehen machen, ohne Geld dafür auszugeben. | ||||||