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Angel Eyes
© Oktober 2001 Thompson
Im Chicago der Gegenwart treffen wir auf 2 einsame Seelen. Zum einen Police Officer Sharon Pogue (Jennifer Lopez) und zum anderen Catch (James Caviezel). Sharon Pogue hat zwar ein gutes Verhältnis mit ihren Kollegen, kann sich aber ihnen auch nicht wirklich anvertrauen oder Schwächen zeigen (schließlich arbeitet sie als Frau in einem Männerjob und ist auch umgeben von Männern) und das Verhältnis zu ihren Eltern ist etwas gestört, seit sie ihren Vater Carl (Victor Argo), der des öfteren gewalttätig gegenüber ihrer Mutter Josephine (Sonia Braga) wurde, mittels Polizeigewalt in seine Schranken gewiesen hat. Und Catch, ja Catch ist einfach Catch. Mehr weiß der Zuseher anfänglich nicht wirklich von ihm. Er wandert wie in einem Traum durch Chicago und versucht, seinen Mitmenschen Gutes zu tun. Und dann, treffen die beiden Charaktere plötzlich aufeinander (Catch rettet Sharon das Leben) und kommen sich trotz so mancher Schwierigkeit näher und wir lernen auch nach und nach etwas mehr aus Catchs Vergangenheit. Zu meiner Überraschung muss ich nach diesem Film wirklich zugeben, dass Jennifer Lopez schauspielern kann. Und das gut genug, um sich auch in einem ernsthaften Film (und nicht nur in einer seichten Komödie) behaupten zu können. Meiner Meinung nach war sie nur eine Sängerin, die sich zwecks Weiterentwicklung auch der Schauspielerei angenommen hat. Solche Beispiele gibt es viele, aber nur die bei weitem nicht alle sind wirklich erfolgreich (Cindy Crawford und Elvis Presley, sind 2 Beispiele und wie sich Mariah Carey in der Schauspielerei behaupten kann wird sich noch zeigen, kommt ihr Film doch erst in ein paar Monaten ins Kino). Aber Jennifer Lopez kann es. Das sieht man schon gleich in den ersten Minuten des Films und ihre Performance bleibt den ganzen Film über auf dem gleichen Niveau. Ihr Gegenpart wird von James Caviezel sehr gut verkörpert. Den größten Teil des Films erfordert seine Rolle allerdings auch nicht wirklich viel, außer dass er etwas geistesabwesend durch das Bild wandert. Aber auch im zweiten Teil des Films, der ihm dann etwas mehr Emotionalität abverlangt, findet man wenig an ihm auszusetzen. Im Grossen und Ganzen hat es Gerald di Pego, der das Drehbuch schrieb, hier verstanden, einen für Hollywood sehr untypischen Film zu machen. Nur wenige der Beweggründe der Hauptdarsteller bleiben für den Zuseher unerklärlich und die meisten der Fragen, die aufgeworfen werden, werden auch beantwortet. Langsam und sachte wird dem Zuseher die Catchs Vergangenheit näher gebracht. Immer wieder ein bisschen, aber nie soviel, dass man sich gleich alles zusammenreimen kann. Nur der Schluss hinterlässt leider einen etwas schalen Nachgeschmack, hat er doch ein für Hollywood leider häufig zu findendes, gezwungenes Happy End auf die Leinwand gezaubert, das zu allem Überfluss auch noch in einem weichgezeichneten Bild endet. | ||||||