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Ritter aus Leidenschaft
© August 2001 Thompson
Der Knappe William Thatcher (Heath Ledger) wollte, obwohl nicht als Ritter geboren, sein ganzes Leben nichts anderes, als ein Ritter werden. Als dann während eines Lanzenturnieres sein Herr stirbt, packt er die Gelegenheit beim Schopf, packt sich selber in dessen Rüstung und macht sich auf, sein bestes zu geben. Und dabei ist er recht erfolgreich. Fortan reist er als Ulrich von Liechtenstein quer durch England und fährt dabei einen Sieg nach dem anderen ein. Dies kann natürlich nicht ganz ohne Neider abgehen (in diesem Fall handelt es sich dabei um Count Adhemar, gespielt von Rufus Sewell). Trotzdem aber löst sich das Ganze noch vor Ende des Films in Wohlgefallen auf und wir finden auch wieder ein hollywood-typisches Happy End vor.
So, diese Kurzzusammenfassung hat nun wahrscheinlich jedem die Lust genommen, sich diesen Film auch wirklich anzuschauen. Das sollte sie aber nicht, denn der Film ist trotz alledem noch sehenswert. Zwar nicht unbedingt ob der Handlung (immerhin ist die Handlung aber besser als bei manch anderem Hollywoodfilm), sondern ob der Schauspieler und der liebevoll ausgearbeiteten Figuren und versteckten (und weniger versteckten) Gags und Seitenhieben auf die Gegenwart. Irgendwie scheint es fast sein Plunkett & MacLeane modern geworden zu sein, moderne Elemente in Filme des Mittelalters einfliessen zu lassen. Wie sonst waere es zu erklären, dass schon gleich am Anfang die ganze Zusehermenge Queens "We will rock you" singt und während der Duelle sich dabei übt, die Welle möglichst perfekt hinzukriegen. Auch sonst finden wir jede Menge Modernismus in diesem Film vor (Jocelyns (Shannyn Sossamon) Kleider, oder die Tatsache, dass Ulrichs Rüstung das Trademark von Nike ziert) Weniger verständlich ist eigentlich die Tatsache, warum sich William (oder eben Ulrich) so nach Lady Jocelyn verzehrt, denn mehr als eine flüchtige Turnierbekanntschaft kann sie gar nicht sein. Aber wie gesagt, es wird nicht die Handlung sein, die Leute zu diesem Film zieht. Die Darsteller sind allesamt recht gut, hervorstechen tut aber auf jeden Fall Paul Bettany also Goeffrey Chaucer, der ob seines losen Mundwerks allesamt in Grund und Boden redet. So mancher Box- oder WWF-Ansager wäre wahrscheinlich froh um seine Ideen und Performance. | ||||||