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Der Knochenjäger
© Jänner 2000 Thompson
Denzel Washington spielt in diesem Thriller Lyncoln Rhyme, einen brillianten Polizisten, der auch ein Auge für kleinste Details hat. Nur leider ist er seit einem fast tödlichen Arbeitsunfall gelähmt und ans Bett gefesselt. Er vegetiert nur noch vor sich hin und hat auch schon für sich mit dem Leben abgeschlossen. Seine Kollegen versuchen zwar, ihn immer auf dem Laufenden zu halten und ihn auch ihn ihre Fälle zu involvieren, aber Rhymes blockt sie immer wieder ab.
Bis dann eines Tages ein New Yorker Geschäftsmann entführt und ermordet wird. Allerdings ist es nicht der Mord bzw. die Tatsache, wer ermordet worden ist, die sein Interesse weckt, sondern die von der jungen Polizistin Amelia Donaghy (Angelina Jolie) gemachten Fotos vom Tatort. In ihr glaubt er, jemanden mit ähnlichen Fähigkeiten gefunden zu haben und er erzwingt ihre Mitarbeit an diesem Fall. Anfangs widerstrebend wird Amelia zur zentralen Figur des Polizeiteams und nun beginnt für die beiden ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Hinweise, die der Mörder am Tatort hinterläßt, geben zeigen immer, wo und wie das nächste Opfer sterben muss. Denzel Washington hat in dieser Rolle nicht viel mehr zu tun, als im Krankenbett zu liegen und lustlos zu schauen. Und diese Rolle kann er einmal mehr überzeugend dem Publikum nahebringen. Man glaubt ihm fast, daß er ans Bett gefesselt ist und nur noch einen Finger bewegen kann. Auch die junge Angelina Jolie spielt gut und schafft es auch, ihre Beweggründe und ihre Ängste dem Zuschaer nahe zu bringen. Ein Wiedersehen gibt es sogar mit Ed 'Al Bundy' O'Neill, der eine der Nebenrollen belegt. Sobald man es schafft, sich seine Standardrolle wegzudenken, kann man seine Darbietung auch wirklich geniessen. Alles in allem bietet der Film zwar einige überraschende Momente (hauptsächlich dann, wenn es den Zuseher mal wieder aus den Sitzen hebt), aber manche der Schlußfolgerungen sind von so weit hergeholt, daß man als Zuseher nicht mehr folgen kann. Leider gibt es kaum Neues in diesem Film. Am enttäuschendsten ist allerdings der nur sehr kurz ausgefallene Versuch einer Darstellung des Tatmotivs des Mörders. Man kann also sagen, für Spannung ist gesorgt, aber inhaltlich ist der Film enttäuschend. | ||||||