The Beach
© Februar 2000 Mario (mK)

The Beach

Originaltitel: The Beach

Innocence never lasts forever

Director: Danny Boyle
Leonardo DiCaprio, Virginie Ledoyen, Robert Carlyle, Guillaume Canet

Runtime: 119 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Sommer, Sonne, Sonnenschein... eine Idylle auf Erden mit wunderschönen Sandstränden und Buchten wie es ein TUI-Katalog nicht besser darstellen könnte ist der Schauplatz (Vietnams Phi Phi Leh Insel) an dem eine ausgewählte Schar von Aussteigern eine Kolonie gründete um dort in Harmonie und jenseits allen Komforts des modernen Lebens einen "Baccardi-Traum" zu verwirklichen versucht. Doch mit dem Auftauchen dreier neuer Mitglieder beginnt der Anfang vom Ende.

Leonardo DiCaprio spielt einen dieser drei jugendlichen Touristen namens Richard, der in einem schäbigen Hotel in Bangkok die Bekanntschaft mit dem durchgedrehten Althippie Duffy (Robert Carlyle) macht. Dieser übergibt ihm eine alte Karte, die einen geheimen Strand kennzeichnet an dem ein Leben wie im Paradies möglich sei. Kurzerhand macht sich Richard mit zwei Reisebekanntschaften Étienne (Guillaume Canet) und Françoise (Virginie Ledoyen) auf die Suche nach der Insel. Gemeinsam durchleben sie einige Abenteuer bis sie schlußendlich ihr Ziel erreichen. Dort angekommen treffen sie eine in völliger Abgeschiedenheit lebende Gemeinschaft von Aussteigern. Unter der Bedingung, völliges Stillschweigen über deren Existenz zu bewahren werden sie dort aufgenommen.

Zuerst erscheint das Paradies auf Erden Wirklichkeit, doch schon nach einigen tragischen Zwischenfällen brechen interne Konflikte auf in deren Mitte sich Richard befindet. Der alles überschattende Konflikt betrifft das Postulat der Geheimhaltung der Existenz dieser Gemeinschaft. Der Traum von Liberté, Egalité und Fraternité scheint unter seinen eigenen Geboten zu zerbrechen. Das Paradies wird zur Hölle.

Direktor Danny Boyle, der mit dem Film Trainspotting bekannt wurde erschuf mit "The Beach" eine unausgereifte Geschichte, die in bezug auf die Problematik nicht zu überzeugen vermag. Der Streifen versucht fehlende Inhalte des Skripts mit Kameratricks auszugleichen ohne wirklich kreativ zu sein. So wurde der Videospiel-Trick bereits in Spike Lee's "Clockers" benutzt.

Die Charaktere von "The Beach" sind mit der Ausnahme von Sal (Tilda Swinton) papierdünn und regen den Zuseher nicht an sich mit den Problemen (Moral; Leben in Gemeinschaft) auseinander zusetzen, da man sich mit kaum einem von ihnen identifizieren kann.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film mit schönen Bildern, der sich schwer irgendwie einordnen läßt. Wer sich aber für diese Thematik interessiert ist jedenfalls mit "Lord of the Flies" besser beraten.