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Space Cowboys
© September 2000 Thompson
Früher, als die Welt noch in Ordnung und die meisten Filme noch in schwarz-weiss waren, war die amerikanische Luftwaffe noch für das amerikanische Raumfahrtsprogramm zuständig. Und ebendort probte das Team Daedalus, bestehend aus dem Ingenieur Dr. Frank Corvin (Clint Eastwood), dem Piloten William "Hawk" Hawkins (Tommy Lee Jones), sowie Jerry O'Neill (Donald Sutherland) und Tank Sullivan (James Garner), für den Ernstfall. Nur leider kam die Gründung der NASA dazwischen und so kam es nie zum Ernstfall.
Vierzig Jahre später scheint sich dann doch noch eine Chance für die vier inzwischen leicht angegrauten, Herren zu geben, die Welt von oben betrachten zu können. Denn ein russischer Satellit, ausgestattet mit einem alten amerikanischen Navigationssystem (kaltem Krieg sei Dank) droht auf die Erde zu strüzen. Die Russen wollen das um alles in der Welt verhindern und die Amerikaner erklären sich bereit, ein Team ins Orbit zu schicken und das System zu reparieren. Allerdings ist dieses so veraltet, dass es nur noch einen Ingenieur gibt, der sich dazu imstande sieht, nämlich den Konstrukteur desselben: Dr. Frank Corvin. Allerdings macht sich dieser zur Bedingung, dass nicht nur er, sondern das gesamte Team Daedalus für diese Mission geholt werden. Und so beginnt der erste Teil dieses Films. Die alte Truppe muss zuerst einmal zusammengesucht werden und dann müssen sie noch dazu beweisen, dass sie noch immer all-tauglich sind. Natürlich sind die 4 Herren keine Mit-Zwanziger mehr, aber ihre körperlichen Gebrechen (Fitness, Alterssichtigkeit) werden durch Charm, Witz und kleine Tricks mehr als ausgeglichen. Vor allem in der ersten Stunde führen die Kontroversen zwischen Frank und Hawk oft zu wirklich amüsanten Szenen. Der zweite Teil (im All) ist dann zwar ernster, aber deswegen nicht minder gut. Denn die Szenen sind alle mehr oder minder realistisch (und ob des Ausfluges des 77-jährigen John Glenn 1998 zumindest teilweise von Tatsachen unterlegt) und gut dargestellt. Nur manchmal (zum Beispiel als nämlich Amerika wolkenlos gezeigt wird) geht man doch etwas über die Grenzen des Glaubwürdigen. Das liegt aber nicht an einer schlechten Animation, denn die Trickkiste - gefüllt mit Effekten von Industrial Light and Magic (ILM) - war zwar nicht so übervoll wie bei X-Men, aber dennoch voll genug und lässt es den Zuschauer selten wirklich bewusst werden, dass die Szenen im All nicht wirklich vor Ort gedreht wurden. Über die Darsteller in diesem Film kann man ohnehin nicht viel Schlechtes sagen, denn allein schon die Namen Clint Eastwood, Tommy Lee Jones, Donald Sutherland versprechen zumindest, dass die Schauspielerleistung allererste Sahne ist (unabhängig vom Film). Und dieses Versprechen können sie auch mit Leichtigkeit einlösen. Es ist wirkliche ein Spass, sie auf der Leinwand zu beobachten und man merkt förmlich, dass es auch für sie selber ein Spass war, diesen Film zu machen. So kann man sagen, dass dieser mit Sicherheit eines der Kinohighlights dieses Herbstes wird und einen netten, augenzwinkernden Schluss bietet. | ||||||