Scream 3
© Juni 2000 Aleks

Scream 3

Originaltitel: Scream 3

The Third and Final chapter in the trilogy that made you laugh, and made you Scream.

Director: Wes Craven
David Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox Arquette, Lance Henriksen

Runtime: 118 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Nach den Geschehnissen in Woodsborough hat sich Sydney nach Los Angeles, in die Anonymität der Großstadt zurückgezogen. Sie lebt, zusammen mit ihrem Hund allein in einem recht großen Häuschen am Stadtrand ebendieser Großstadt und verbringt dort ihre Zeit spazieren gehend und für die Telefonseelsorge arbeitend. Doch die Morde von damals haben tiefe Spuren hinterlassen und so lebt Syd immer noch in Angst...

Cotton Weary, der damals aufgrund Syd`s Aussage wegen Mord an ihrer Mutter verurteilt, und dann später freigelassen wurde (wir erinnern uns alle an den ersten Teil), bekommt als erster zu spühren, was es heisst, Hauptdarsteller des Teasers zu sein. Er und seine Freundin werden nämlich vom Schwarzgewandeten auf das grausamste und sadistischste umgebracht, und am Tatort hinterlässt der Killer noch ein Foto von Syd`s Mutter...

In den Sunrise Studios wird zur selben Zeit der dritte Teil der "Stap" - Trilogie gedreht (eine Filmreihe, die quasi die Verfilmung der Scream Filme im Film ist (?)). Als es auch hier bald zu Morden der gar "erdolchenden" Art kommt, und man entdeckt, dass der Mörder nach Drehbuch vorgeht, wird nicht nur den Protagonisten klar: Der letzte Teil einer Trilogie hat seine eigenen Regeln. Der Bösewicht hat übermenschliche Kräfte, die Morde werden noch brutaler, die Vergangenheit entblöst so langsam ihr schreckliches Antlitz und Syd kommt zur Erkenntnis, daß diesmal auch die Hauptdarstellerin sterben kann....

Der Dritte Teil der als Trilogie angelegten Scream Reihe, versucht dem ganzen einen runden, und auch nicht ganz ernst zu nehmenden Abschluss zu verpassen. Die ganze Zeit frägt man sich, wie ernst meint Wes Craven das nun, und inwieweit ist das alles doch nur Persiflage des Genres. Teilweise verhalten sich die Hauptdarsteller aber doch sehr, nun Horrorfilmrollengerecht. Sie schreien, kombinieren mehr oder weniger zusammenhanglos und agieren vollkommen unlogisch. So haben Dewey und Gale Weathers nichts besseres zu tun, als auf der Flucht vor dem Kapuzenmann sich ständig zu trennen, frei nach dem Motto: "Wir müssen jetzt zusammen bleiben. Ich geh in den Keller und du auf den Dachboden!"

Nichtsdestotrotz gibt es aber wieder genug Schockszenen, die einen doch etwas aus dem Sessel heben, und man hat auch wieder dieses "angenehme" Gefühl zu wissen, dass die Handlungen der Protagonisten eigentlich nur direkt in das Messer des Maskenmannes führen können. ("Ich gehe jetzt den Vorführaum suchen. Aber ich bin bald zurück!")

Die wohl beste Szene blieb aber zwei Figuren vorbehalten, die eigentlich nichts mit dem ganzen zu tun haben, nämlich Silent Bob (Kevin Smith) und Jay Phat Buds (Jason Mewes), bekannt aus "Clerks" und "Dogma". Sehr nett war auch der Auftritt von Carrie Fisher (uns allen bekannt als Prinzessin Leia aus Star Wars), die nun als Verwalterin des Filmarchivs im Keller arbeitet.

Im Endeffekt ein recht durchschnitllicher Horrorfilm, der besser als der zweite Teil ist, aber an den ersten bei weitem nicht herankommt. Aber auch das scheint wohl ein Gesetz von Trilogien zu sein.