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Hurricane
© März 2000 Aleks
Schon im Vorfeld des Oskars mit einem Golden Globe ausgezeichnet, von vielen hochgelobt und als Abräumer bei ebendieser Filmverleihgala gesehen: "The Hurricane" mit Denzil Washington.
Wie meistens, wenn Denzil Washington einem Film macht, kann man sich auf einen sehr ruhigen, niveauvollen, gut gespielten und anspruchsvollen Streifen "freuen". Und genau mit diesem Gefühl saß ich im Kino und harrte der Dinge, die da nun auf mich zukommen mögen. Erzählt wird die wahre Geschichte des schwarzen Boxers Rubin "Hurricane" Carter, der aufgrund geschobener Beweisführung und rassistischer Beweggründe für den Mord an drei Weissen in einer Bar zu dreimal lebenslänglich verurteilt wurde. Im Gefängnis schrieb er ein Buch über sein Leben, das Jahre später der junge Lesra Martin, ein Jugendlicher aus Harlem, in die Hände bekommt und durch dieses Buch inspiriert und beeindruckt wird und nach zwei bisher fehlgeschlagenen Berufungsprozessen einen dritten anstrengt, um den unschuldigen Carter aus dem Gefängnis zu holen. Im zur Seite stehen drei kanadische Philantropen, die durch Lesras Enthusiasmus in dieser Sache beeindruckt ihm dabei helfen. Soviel zur Geschichte. Durch Rückblenden und Flashbacks wird uns gezeigt, was damals passierte, in nicht immer korrekter chronologischer Abfolge, was doch zu leichten Verwirrungen führt. Natürlich ist auch die Handlung, beruhend auf ebendieser wahren Geschichte, vorhersehbar, was aber an sich nicht weiter stört. Was jedoch stört sind die teilweise, und ich weiß nun wirklich nicht, inwiefern hier Hollywood oder das Leben selbst mitgeschrieben hat, sehr schnulzigen Szenen. Ziemlich kurz wurde auch die Beweissuche für das dritte Verfahren dargestellt, bei dem die drei Kanadier ein bisschen hierhin und bisschen dorthin fahren, die gute alte Frau sagt ihnen wies war, der böse Detective droht ganz schlimm, dann bricht ein Rad vom Wagen, dann ist der Prozess und alle sind frei. Nun... was jedoch mit dem jungen Mann passierte, der ebenfalls zu dreimal lebenslänglich verurteilt wurde, was mit Detective Della Pesca, dem Bösen, passiert und die weiteren (politischen) Folgen dieses Freispruchs, wird uns leider vorenthalten. So bleibt nur ein von Denzil Washington exzellent gespielter Charakter, der von ihm sehr realistisch und akribisch in seinen charakterlichen Wandlungen dargestellt wird. Eine Auszeichnung hat er sich sicher verdient... der Film eigentlich nicht. | ||||||