End of Days
© Jänner 2000 Aleks

End of Days

Originaltitel: End of Days

Prepare for the end.

Director: Peter Hyams
Arnold Schwarzenegger, Gabriel Byrne, Kevin Pollak, CCH Pounder

Runtime: 121 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 1999

Ein Jahrtausend ging zu Ende und ja, wir haben es trotz aller Vorhersagen überlebt. Doch was bietet sich für alle Schwarzseher und ewigen Weltuntergangspropheten mehr an, als so ein epochales Ereignis? Mögen es weltweite Computerabstürze sein, irgendwelche Kometen die auf die Erde stürzen oder was auch immer. Es lassen sich sicher hundert Gründe finden, die gute alte Erde, inklusive verdorbener Menscheit untergehen zu lassen. Aber wie wäre es mit einem leicht biblisch angehauchten Grund?
Kurz vor dem Milleniumswechsel (tut mir leid, das Wort mit "M") kommt Satan höchstselbst auf die Erde, um sie in den Untergang zu reißen beziehungsweise sie in die sprichwörtliche Hölle auf Erden zu verwandeln. Doch so einfach geht es nicht, deswegen braucht er dazu eine junge Frau. Diese wurde bei einer ganz bestimmten Sternenkonstellation genau zum richtigen Zeitpunkt geboren und von Dienern des Satans (in diesem Fall eine Krankenschwester mit "Priester") ausgewählt und markiert. Auf daß sie sich in ca. 20 Jahren mit Luzifer vereinigen und das Ende der Welt einläuten möge. Soweit so gut.

Der Papst weiß natürlich von dieser Prophezeiung, und schickt seinen treuen Diener Thomas Aquinas (Derrick O`Connor) nach Amerika, um das Mädchen zu finden und sie notfalls auch zu töten, damit die Welt noch ein Jahrtausend länger existieren könne. Doch nach 20 Jahren hat Aquinas doch etwas von seiner geistigen Leistungsfähigkeit eingebüßt und stolpert mehr oder weniger zufällig über Jericho Cane (Arnold Schwarzenegger), der sich durch eigene Nachforschungen in dieser Sache in den Mittelpunkt des Interesses begibt.

Nach zweijähriger Kinoabstinenz markiert dieser Film das Comeback von Arnold Schwarzenegger. Und man muß schon sagen: Es ist ihm vortrefflich gelungen. Der Film bietet allen Arnie - Fans genau das, auf das sie schon so lange warten mußten. Action, Explosionen und Schlägereien von und mit der steirischen Eiche. Doch der Held des Films erscheint uns doch sehr ungewöhnlich: Alkoholabhängig, teilweise in Selbstmitleid versinkend, kurz davor sich selbst aufzugeben und sich selbst umzubringen. Das sind wirklich nicht Charaktereigenschaften, die wir von ihm gewohnt sind. Aber er spielt wirklich gut! Sehr gut gefallen hat mir auch Gabriel Byrne als Teufel höchstpersönlich. Besser wäre dieser Posten wohl nicht zu besetzen gewesen.

Fazit: Vom Thema her nichts Neues, aber ein geglücktes Comeback von Arnold Schwarzenegger. Auch die Musik ist sehr stimmungsvoll und passt zu der Atmospähre des Films (auf dem Soundtrack befindet sich übrigens das neue Lied von Gun`s n` Roses). Sicher das Beste aus der Schwemme aller Endzeitfilme.