Doppelmord
© Februar 2000 Thompson

Double Jeopardy

Originaltitel: Double Jeopardy

Murder isn't always a crime.

Director: Bruce Beresford
Ashley Judd, Tommy Lee Jones, Bruce Greenwood

Runtime: 105 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 1999

Libby Parsons (Ashley Judd) scheint ein ganz angenehmes Leben zu führen. Sie hat einen sympatischen Ehemann und einen kleinen Sohn und der Familie scheint es auch in finanzieller Hinsicht an nichts zu fehlen.

Eines Abends verbringt sie mit ihrem Ehemann Nick (Bruce Greenwood) ein romantisches Wochenende auf hoher See. Doch die Romantik soll nicht lange anhalten. Mitten in der Nacht wacht sie auf und muss feststellen, dass sie blutüberströmt ist und ihr Mann schwerverletzt von Bord gefallen zu sein scheint. Sie wird von der Küstenwache aufgegriffen, vor Gericht gestellt und verurteilt.

Im Gefängnis muss sie dann feststellen, dass ihre Menschenkenntnis nicht sehr ausgeprägt war, denn plötzlich kann sie das Kindermädchen, dem sie für die Dauer des Gefängnisaufenthaltes ihren Sohn Matty anvertraut hat, nicht mehr erreichen. Noch schlimmer wird ihre Lage, als sie feststellen muss, dass ihr Ehemann, den sie ja angeblich umgebracht hat, die ganze Geschichte nur eingefädelt hat, um an das Geld der Lebensversicherung zu kommen.

Als sie nach 6 Jahren wieder in die Freiheit entlassen wird und unter die Obhut des Bewährungshelfers Travis Lehman (Tommy Lee Jones) kommt, tut sie alles in ihrer Macht stehende, um ihren vermissten Sohn wiederzufinden.

Doppelmord ist ein einfacher Thriller, der den Zuschauer aber nur recht selten wirklich in seinen Bann ziehen kann und das obwohl das Thema dazu eigentlich viel mehr hergeben würde. Aber der Film bleibt immer nur an der Oberfläche und geht überhaupt nicht in die Tiefe. Manche der Szenen sind auch viel zu abgedroschen, manche andere zu geradlinig. Vor allem die Darstellung von Ashley Judd im Gefängnis, ist abgedroschen und langweilt mehr als sie unterhält.

Zwar spielen sowohl Ashley Judd als auch Tommy Lee Jones solide, aber mehr bekommt man von den beiden auch nicht geboten.

So kann man sagen, dass der Film zwar 105 Minuten Unterhaltung bietet, aber keine überragende. Es gibt mit Sicherheit schlechtere Filme im Kino, aber auch einige bessere.