Coyote Ugly
© August 2000 Thompson

Coyote Ugly

Originaltitel: Coyote Ugly

Tonight, they're calling the shots.

Director: David McNally
Piper Perabo, Adam Garcia, John Goodman, LeAnn Rimes

Runtime: 100 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Die knapp 20-jährige Violet (Piper Perabo) zieht von einem Kaff in der Nähe New Yorks in den Big Apple hinein mit dem Vorsatz einen Verlag für ihre selbstgeschriebenen Songs zu finden. Allerdings muss sie bald feststellen, dass New York ruppig ist und nachdem alle Firmen ihre Songs abgelehnt haben und ihr Appartment verwüstet wurde, muss sie sich einen Job für den Lebensunterhalt suchen. Irgendwie stolpert sie dabei auch in das "Coyote Ugly", eine der schrägsten Bars in New York.

Dort kann man als Bardame zwar gut Geld verdienen, allerdings geht das ganze etwas über die normale Arbeit einer Bardame hinaus: denn in Zeiten, in denen das Geschäft einzuschlafen droht, klettern die Bardamen auf den Tresen und tanzen dort für die Gäste.

Und nun scheint das Ganze auch nicht mehr ganz jugendfrei zu werden. Allerdings hat das nur den Anschein, denn die Bardamen tanzen zwar am Tresen, aber berühren oder sogar grapschen ist für die Gäste tabu und wird im besten Fall mit einem Kübel Eiswürfel und im schlimmsten Fall mit einem Rausschmiss geahndet.

Die Story in diesem Film birgt nur wenige Überraschungen, ist aber so vollgepackt, dass dies gar nicht wirklich auffällt. Es gibt nur wenige Szenen, in denen der Zuschauer wirklich zum Nachdenken kommt. Allerdings bergen diese auch eine gewisse Komik in sich, wenn Kevin O'Donnel (Adam Garcia) versucht, Violet zu helfen, ihr Lampenfieber zu überwinden. Allerdings birgt das Skript zu diesem Film bei näherem Hinsehen auch einige Schwachstellen in sich. So wird zum Beispiel nie genau erklärt, warum Rachel (Bridget Moynahan), eine der Mitstreiterinnen hinter der Bar, Violet nicht ausstehen kann. Es wird einfach als Tatsache hingestellt und der Zuseher muss selbst versuchen, sich einen Reim darauf zu machen.

Die bestern Szenen in dem Film sind sicher die Barszenen, wobei man hier sicher auch Anleihen aus Cocktail genommen hat, was den Umgang mit Gertränkeflaschen betrifft.

Auch über die Schauspieler kann man kaum ein böses Wort verlieren und vor allem Cammie (Izabella Miko) merkt man an, dass sie in ihrer Jugend auch schon Tanzunterricht genossen hat. Die Schauspieler sind generell gut, man merkt aber den Mädchen vor allem an, dass sie es am meisten geniessen, wenn sie tanzen dürfen. Dort kann man den Spass, den sie am Tresen haben, förmlich spüren.

Die Musik gehört zwar nicht zu der Art von Musik, die ich persönlich mir den ganzen Tag anhören könnte, sie passt aber ausgezeichnet in diesen Film (und die Bar) hinein und ich könnte mir kaum einen besseren Soundtrack vorstellen. Die von Violet selbstgeschriebenen Lieder erinnern ausserdem immer wieder an Songs von Alanis Morisette.

So muss man sagen, dass der Film, ohne grossen Tiefgang bieten zu können doch über die gesamte Laufzeit von 100 Minuten gut zu unterhalten weiss und weiterempfohlen werden kann.