Der Chill Faktor
© März 2000 Thompson

Chill Factor

Originaltitel: Chill Factor

This Fall, Action is served on the rocks, with a Twist.

Director: Hugh Johnson
Cuba Gooding Jr., Skeet Ulrich, Peter Firth

Runtime: 101 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 1999

Eine höchst gefährliche chemische Waffe, die 2 Nobodies in der Hand haben und die der Bösewicht mit aller Macht in seine Hände kriegen will.

Wenn man sich diese kurze Skizzierung des Filmes so anschaut, so kommt einem die Handlung irgendwie bekannt vor. Irgendwo hat man das alles schon mal gesehen. Und wirklich, man glaubt, wieder in Broken Arrow zu sitzen, garniert mit einer einer Portion Speed.

Aber der Reihe nach: Bei einem Test einer neuen chemischen Waffe auf einer Insel werden Wissenschaftler und Militär von der Kraft der Waffe überrascht und 18 Menschen sterben. In Captain Andrew Brynner (Peter Firth) ist auch gleich ein Schuldiger gefunden, der degradiert und für 10 Jahre ins Gefängnis kommt. Endlich aus dem Gefängnis entlassen, hat Brynner nichts besseres zu tun, als wieder den Wissenschaftler aufzusuchen, mit dem er damals auf der Insel war, ihn umzubringen und zu versuchen, die Waffe zu klauen. Der Wissenschaftler schafft es zwar noch, kurz vor seinem Tod die Waffe aus dem Labor zu holen und sie seinem Bekannten Tim Mason (Skeet Ulrich) zu übergeben, aber damit fangen die Probleme erst an: denn sobald die Reagenzgläser eine Temperatur von 50° Farenheit (10° Celcius) erreicht, geht alles in einem Umkreis von mehreren hundert Meilen in die Luft.

Tim Mason kapert sich gleich noch Arlo (Cuba Gooding Jr.) und die beiden machen sich in einem "geliehenen" Eiscremetruck auf dem Weg zum nächsten Armeefort.

So weit so gut, was aber dann folgt, ist ein Cliché nach dem anderen und dem Zuschauer bleibt die Spucke weg, allerdings nicht wegen der Rasantheit oder der Qualität der Ereignisse, sondern wegen der so offensichtlichen Ungereimtheiten und Regiefehler. Und nebenbei gesagt, ist er auch vorhersehbar.

Die Leistungen der beiden Hauptdarsteller sind zwar solide, aber das wars dann auch schon. Mehr als vielleicht alles in allem 5 gute Minuten hat der Film nicht zu bieten (und der größte Teil davon geht auf das Konto von Witzen, die über den Namen der chemische Waffe - Elvis - gemacht werden). Ein Film also, der nur dann zu gefallen weiss, wenn man das Gehirn vorher am Eingang abgibt.