Center Stage
© Juni 2000 Thompson

Center Stage

Originaltitel: Center Stage

Life doesn't hold tryouts.

Director: Nicholas Hytner
Amanda Schull, Zoe Saldana, Susan May Pratt, Peter Gallagher

Runtime: 114 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
USA 2000

Immer wieder schafft ein Film über das Tanzen den Sprung auf die ganz grosse Leinwand. Wir hatten schon Flashdance und Dirty Dancing oder Mambo, um nur einige zu nennen. Und diesmal heisst der Film eben Center Stage.

Die Geschichte, die dahinter steht, ist einfach zu erzählen: In Amerika gibt es die sogenannte ABA, die American Ballet Academy. Wer dort aufgenommen werden will, muss schon gut sein. Und diesen ersten Schritt schaffen vorerst die drei Hauptdarstellerinnen Jody (Amanda Schull), Eva (Zoe Saldana) und Maureen (Susan May Pratt) und neben ihnen noch 9 weitere. Nun kommt aber der schwierige Teil: denn am Ende des Jahres bei der ABA gibt es einen dürfen 3 von ihnen bei einer öffentlichen Aufführung mittanzen. Wer es dorthin schafft, der hat es dann wirklich geschafft.

Die Story ist recht simpel gestaltet und bietet eigentlich selten Überraschungen. Auch die Charaktere sind so unterschiedlich, wie man es erwartet - von brav über die brave Tochter, die alles tut, um der Mutter zu gefallen, bis hin zur Aufmüpfigen - und es ist eigentlich schon nach wenigen Szenen klar, wer von den 12 Auserwählten das Rennen machen wird.

Auch die männlichen Counterparts sind eigentlich stereotyp gewählt. Zum einen haben wir überraschenderweise eine Russen, nämlich Sergei (Ilia Kulik), dann einen dunkelhäutigen Tänzer (Erik: Shakiem Evans), passend zur ebenfalls dunkelhäutigen Eva, den unauffälligen, aber netten Charlie (Sascha Radetsky) sowie den wilden Cooper (Ethan Stiefel), der in der Art immer wieder an Michael Flatley (bekannt aus Riverdance und Lord of the Dance) erinnert.

Alles in Allem weiss der Film nur bedingt zu gefallen. Gewiss, die Balletszenen (klassisch wie auch modern!) wissen (mit einer Ausnahme) zu gefallen, sind eigentlich das Beste am ganzen Film und machen den Film auch lohnenswert für alle (auch die, die normalerweise nichts von Ballet halten), auch wenn es manchmal so vorkam, als ob sie absichtlich etwas in die Länge gezogen würden, um den Film künstlich zu verlängern, aber die Story ist einfach doch etwas flach geraten. Die soeben angesprochene Ausnahme ist die von Cooper koreographierte Aufführung, die zwar wirklich nett anzusehen ist, aber in der einfach zeitlich nichts zusammenpassen kann, so wechselt Jody z.B. von einer Szene in die nächste nicht nur ihre Bekleidung sondern gleich auch noch ihre Frisur. Aber dennoch, die Tanzszenen machen diesen Film aus und nicht die Fehler oder die Schauspieler als solche.