![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Blair Witch Project 2
© Dezember 2000 Aleks
Ein Phänomen der Filmgeschichte war wohl "The Blair witch Project". Mit nur ein paar tausend Dollar schafften es zwei junge Filmemacher einen Film zu drehen, der die Massen scharenweise ins Kino trieb. Vor allem auch dank einer interessanten und perfekt inszenierten Präsentation im Internet.
Nun ist der zweite Teil (kommerziell oder nicht, wer weiß das schon) erschienen und es begibt sich abermals eine Gruppe "Forschungswilliger" in den mysteriösen Wald, angelockt von den Vorfällen des ersten Teils (wir erinnern uns kurz an die verschwunden Hobbyfilmer) um der Hexe Aug' in Aug' gegenüber zu stehen.... Also auf nach Burkitsville, um zu erfahren, was sich dort alles ereignete.... (und um es eventuell auch am eigen Leib zu erfahren)
In Dokumentationsmanier bekommt man Newsberichte eingespielt, die über den ersten Teil des Filmes und deren Folgen für die Bewohner von Burkitsville berichten. Verständlich auch, dass die Merchendisemaschine bereits angelaufen ist und schon Touren angeboten werden, die in den Wald führen und die original Schauplätze des ersten Teiles abklappern. Just auf so eine Tour begeben sich zwei Studenten aus Boston (aufgrund einer wissenschaftlichen Arbeit, die die beiden schreiben), eine Hexe, zumindest hält sie sich dafür und eine, nun, gesellschaftliche Aussteigerin mit übersinnlichen Fähigkeiten (im Film als "Gruftie" dargestellt). Angeführt wird die illustre Runde von Jeffrey, der ein paar Jahre in der Klapsmühle verbrachte und nun sein Geld unter anderem mit solchen Touren verdient. Als die Gruppe bei der Ruine des Hauses (des Massenmörders - siehe Teil 1) ankommt und dort ihr Lager aufschlägt, kommt es bereits zu den ersten unerklärlichen Dingen. Ein Baum der vorher nicht zugegen war, steht plötzlich mitten in der Ruine, usw. Nach und nach geben sich alle mit zunehmender Dauer des Abends Alkohol und Drogen hin und schlafen schließlich ein. Als sie aufwachen, wurden alle Kameras zerstört und auch sonst konnten sich die sechs an nichts erinnern. Verstört kehren sie um und erkennen bald, dass sie "etwas" aus dem Wald mitgenommen haben, denn auf ihren Körpern befinden sich seltsame Wundzeichen, die immer grösser zu werden scheinen... Natürlich war zu erwarten, daß der Film eine Weiterführung des ersten Teils ist. Diesmal verzichtete man jedoch auf eine wackelige "first person" Kameraperspektive und zeigte den Film hauptsächlich in der "herkömmlichen" Perspektive. Im späteren Verlauf des Filmes spielt der Regisseur sehr gut mit objektiver und subjektiver Wahrnehmung, was schlußendlich dazu führt, dass man nie genau weiss, was jetzt Realität oder nur Einbildung ist. Alles in allem hat mich der Film immer wieder an die Scream Trilogie erinnert. Vor allem die gecastet wirkenden, zu gutaussehenden Schauspieler verhindern viel der "Ist es wahr oder nicht" Atmossphäre, wie zum Beispiel beim ersten Teil. Liebhaber von ebendiesem werden sicherlich entäuscht sein, denn eigentlich hat der Film ja auch lang nicht mehr so viel Horror zu bieten wie der minimalistische erste Teil, aber für Kurzweil ist auf jeden Fall gesorgt. | ||||||