The Art of War
© Oktober 2000 Thompson

The Art of War

Originaltitel: The Art of War

Do you know who your enemy is?

Director: Christian Duguay
Wesley Snipes, Anne Archer, Marie Matiko, Michael Biehn, Maury Chaykin, Donald Sutherland

Runtime: 117 min
Rating: G | PG | PG-13 | R
Canada / USA 2000

Wir befinden uns in der Welt der Gegenwart. Die Vereinten Nationen sind zwar oberflächlich betrachtet der friedlichste Verein der Welt, aber unter der Oberfläche gibt es eine Geheimtruppe, die dafür sorgt, dass oben alles glatt geht. Doch plötzlich gerät Neil Shaw (Wesley Snipes) in den Mittelpunkt des Geschehens und wird sogar verdächtigt, den chinesischen Botschafter kurz vor der Unterschrift zu einem Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten erschossen zu haben. Zwar kann er sich nicht ganz erklären, warum ihm der Mörder entwischen konnte, obwohl er ihn fast eingeholt hatte, aber noch undurchsichtiger wird die ganze Sache, als er bei einem Gefangenentransport von einer Bande Chinesen befreit wird, die allerdings nichts besseres mit ihm vorhaben, als ihn ihrerseits umzubringen.

Was nun folgt, ist Standardaktion-Speise. Es gibt wenige wirklich überraschende Szenen und Snipes hat teilweise eine recht flinke Auffassungsgabe (was natürlich seinem Überleben zugute kommt) und schafft es natürlich auch, zur rechten Zeit die richtigen Leute zu treffen, die ihm dann weiterhelfen können. So zum Beispiel die chinesische Dolmetscherin Julia Fang (Marie Matiko), die auch der Polizei bestätigt, dass Snipes nicht der Mörder ist und nach einer Weile (und zweimaligem Gerettetwerden) auch beschliesst, Snipes aktiv bei der Suche nach dem wahren Mörder zu helfen.

Was wirklich brilliant ist, ist die Anfangseinstellung in diesem Film, denn die Hi-Tech die dort verwendet wird (Kamera in der Brille, Auslesen von Daten von einem Laptop sowie der Hack in eine Fernsehübertragung) ist wirklich nicht von schlechten Eltern und lässt sogar James Bond und Q (bzw. jetzt ja R) alt aussehen.

Aber wie gesagt, was danach folgt, ist eigentlich (wenn auch nett gemacht) das Standard-Spektrum eines Aktionfilmes: wir haben den Einzelkämpfer als Helden (natürlich Wesley Snipes), wir haben den anfangs unfreiwilligen Helfer (Marie Matiko, die Dolmetscherin - und ja, die beiden kommen sich im Laufe des Films natürlich näher), wir haben den klugen Polizisten (Maury Chaykin, der als Detective Capella brilliert) und natürlich auch den Cop, der keine so schnelle Auffassungsgabe hat und natürlich jede Menge Bösewichte (meist Chinesen) sowie - nicht zu vergessen - die ominöse Person im Hintergrund, zu der alle Fäden laufen.

So kann man alles in allem sagen, dass der Film zwar ein netter Aktionfilm ist (mit einem alles in allem etwas enttäuschenden Ende), er aber die meiste Zeit über eine nette, aber natürlich nicht tiefgreifende Unterhaltung bietet.